Mendiger Nachwuchskünstler brillierten mit hinreißenden Darbietungen
Ein musikalischer Kaffeeklatsch - aber bitte mit Sahne!
Mendig. Dass der Slogan „Mendig ist lebendig“ auch in Zukunft auf kulturellem Gebiet Bestand haben wird, bewiesen nun einige vielversprechende Nachwuchskünstler anlässlich eines Musikalischen Kaffeeklatsches zum Muttertag in der Laacher See-Halle. Während der Mendiger Vereinsring als Veranstalter auftrat, brillierten Pia Bolwin, Christian Kossmann, Judith Ritter, Antonia Kranz, Theresa Ellerich, Nico Junglas und Markus Rawert sowohl mit musikalischen als auch schauspielerischen Leistungen, die von den etwa 170 vorwiegend älteren Besuchern mit anerkennendem Beifall belohnt wurden. In diesem Zusammenhang sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass den jungen Leuten bei den Proben erfahrene Fachleute wie Christoph Kranz (Regie) und Friedericke Assion-Bolwin sowie Jürgen Rieser (musikalische Leitung) zur Seite standen und sie zu einem harmonischen Ensemble zusammen wachsen ließen.
Der richtige Ton
Während Marwin Rawert in die Rolle des charmanten Moderators geschlüpft war, überzeugte Nico Junglas als pfiffiger und schlagfertiger Hausmeister, der auch als Sänger immer den richtigen Ton fand. Ergänzt wurde das männliche „Dreigestirn“ von dem Gesangstalent Christian Kossmann, der das Konzert mit dem, vor allem der älteren Generation vertrauten Lied: „Die Kirschen in Nachbars Garten“ eröffnete. Judith Ritter überzeugte zunächst mit „So ein Regenwurm hat´s gut" und Nico Junglas sehnte sich gemeinsam mit Christian Kossmann als „zwei kleine Italiener“ nach der Heimat, bevor Antonia Kranz sich hinzu gesellte und mit den beiden Jungs „Ein Freund, ein guter Freund“ schmetterte. Theresa Ellerich vervollständigte die heitere Gesangsgruppe , um gemeinsam mit ihnen die „Liebe der Matrosen“ zu besingen.
Chorliteratur auf hohem Niveau
Nach einem von Pia Bolwin kokett intonierten „Itzi Bitzi Tini Wini - Strandbikini“ und einer von Nico Junglas, Marwin Rawert und Christian Kossmann ausgesprochen humorvoll interpretierten Version von „Im Garten sind die Pflaumen reif“ gab es eine längere Pause, in der die Besucher mit Kaffee und Kuchen sowie erfrischenden Getränken verwöhnt wurden. Wer nach der Pause auf den Heintje-“Ohrwurm“ „Maaamaaa“ wartete, musste sich trotz der vollmundigen und dennoch mit einem Augenzwinkern unterstrichenen Versprechungen von Nico Junglas noch ein wenig gedulden.
Denn zunächst rockten Theresa, Judith und Pia die Bühne mit fetzigen Abba-Songs, wie „Dancing Queen“, „Honey Honey“ oder „Thank you for the music“. Unter der Begleitung von Beate Michel am Klavier bot sodann der erfolgreiche Chorleiter Jürgen Rieser mit seinem gemischten Chor „BelCanto“ mit einem Medley (Rote Lippen, Schuld war nur der Bossa Nova, Marmor, Stein und Eisen bricht, etc.) und einigen Udo Jürgens-Interpretationen Chormusik auf hohem Niveau.
Brausender Applaus
Udo Jürgens-Hits hatten es auch Christian Kossmann: „Was ich Dir sagen will“, Antonia Kranz: „Ich war noch niemals in New York“ und Nico Junglas: „17 Jahr´- blondes Haar“ angetan. Sowohl BelCanto als auch die jungen Solisten wurden für ihre herausragenden Darbietungen mit brausendem Applaus gefeiert. Einen Extra-Applaus gab es für Pia Bolwin, die just ihren 16. Geburtstag feierte und von den Akteuren mit einem „Ständchen“ überrascht wurde. Zum guten Schluss kam dann doch noch der Heintje Song „Maamaa“ zu Ehren, als nämlich die Gewinnerin der Lotterie, Judith Keller aus Bell, einen Gutschein für die „Meistertorte von Lucia Kranz“ in Empfang nahm. Das zauberhafte und für viele Besucher sicherlich unvergessliche Muttertagkonzert wurde von den Akteuren mit der Zugabe „Vielen Dank für die Blumen“ gekrönt.
