Fidele Möhnen steuerten ihr Piratenschiff durch die stimmungsbrodelnde Laacher See-Halle
„Entern oder Kentern“
Niedermendig. Wieder einmal war es den Fidelen Möhnen am Schwerdonnerstag gelungen, die bis auf den letzten Platz besetzte Laacher See-Halle unter der Leitung ihrer höchst engagierten Obermöhn Elke Lenzen dermaßen zu rocken, dass die Wände wackelten. Um jedoch beim Motto der Sitzung „Entern oder Kentern“ zu bleiben, kann man im Nachhinein ohne Übertreibung behaupten, dass es den weiblichen Piraten in vorbildlicher Weise gelungen ist, ihr Schiff siegessicher durch das von Stimmungswogen aufgepeitschte „Meer“ lachender, schunkelnder und singender Närrinnen und Narren zu steuern. Dass sie sich auf ihr vorwiegend weibliches Publikum in jeder Beziehung verlassen können, bewies allein die Tatsache, dass dieses sich mit ihrem karnevalistischen Outfit dem Motto der Sitzung angepasst hatte und als Matrosen, Piraten oder Kapitäne erschienen war und das erstklassige Programm angemessen zu würdigen wusste. Gleich nach der Begrüßung durch Obermöhn Elke Lenzen („Ahoi Ihr Weiber hier im Saal, ich grüße Euch jetzt alle mal! Wir sind unterwegs auf allen Meeren, um fremde Männer zu beehren - doch nicht, wie diese sich das gedacht, bei uns wird Beute nur gemacht!“) wirbelte die Junior-Tanzgruppe von Karin Becker-Schmitt in Form eines „Trip to Madagaskar“ über die Bühne und bedankte sich für den lautstarken Beifall mit einer Zugabe. Später beeindruckte die KBS-Tanzgruppe noch mit dem Tanz „Die Krieger Roms“.
Ein toller Möhnenchor
Nachdem die Piratinnen Anke Bous und Ellen Lenzen sich als zwei intellektuelle Seereisende entpuppten, die sich über ihre „Eigentumsdeliktabsicht“ nicht einig werden konnten, erlebte das faszinierte Publikum erstmals einen Möhnenchor, der mit ausdrucksstarken Stimmen berühmte Shantylieder intonierte und das närrische Publikum zum Mitsingen eines Kanons einlud. In einer kleinen Verschnaufpause wurde der Publikumsorden an Maria Lempertz vergeben, deren Name in Mendig im allerbesten Sinne wohl jedem bekannt sein dürfte. Während zwerchfellerschütternde Sketche und Vorträge für eine unnachahmliche Stimmung sorgten, wie zum Beispiel die Möhnen mit den Sketchen „Wartezimmer“, „Spelunke“ bzw. den „Piratenspielen“, in die auch das Publikum mit einbezogen wurde, oder Martha und Lizbeth alias Uschi Schmitz und Anja Jochem mit ihrem herausragenden „Homebanking Song“ und nicht zuletzt das Bütten-As Christel Geilen als „Piratendomina“ - brillierten die Mennijer Mädchen mit ihrem Orient-Tanz, das Herrenballett „Johannishöfer“ mit der Choreografie „Im Wald da sind die Räuber“ und last, but not least die Fidelen Möhnen mit dem unter der Leitung von Karin Becker-Schmitt einstudierten Tanz „Pirates of the Carribean“. Absolut nicht wegzudenken: die an Stimmung und Musikalität kaum zu überbietenden „Schloofmötschen“, die mit bekannten karnevalistischen Ohrwürmern zum Mitsingen und Schunkeln einluden. Nach der stürmischen Fahrt mit dem Piratenschiff feierten die Fidelen Möhnen gemeinsam mit ihren Fans eine Spitzen-After-Show-Party im Deutschen Haus.
Schöne und gefährliche Piratinnen! - Den Fidelen Möhnen gelang bei der Auswahl ihres Outfits wieder einmal eine Punktlandung.Fotos: FRE
Zwerchfellerschütterndes Gelächter lösten Martha und Lizbeth alias Uschi Schmitz und Anja Jochem mit ihrem herausragenden „Homebanking Song“ aus.
Bütten-Profi Christel Geilen sorgte als „Piratendomina“ für die ungeteilte Begeisterung des närrischen Publikums.
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