Bürger der VG Mendig spendeten für Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Feierstunde gegen das Vergessen
VG-Bürgermeister Lempertz überreichte einen symbolischen Scheck über 5.242,00 Euro
Mendig. Anlässlich der feierlichen Übergabe eines symbolischen Schecks über 5.242,00 Euro begrüßte VG-Bürgermeister Jörg Lempertz jetzt im historischen Ratssaal der Verbandsgemeinde Mendig den Bezirksvorsitzenden des Volksbundes VDK, Herrn Peter Labonte, (Oberbürgermeister von Lahnstein), der im Verlauf der Feierstunde ebenfalls das Wort an die Anwesenden richtete. Außerdem hieß Jörg Lempertz den stellvertretenden Bezirksvorsitzenden des VDK, Fritz Hermes, die Pädagogin Monika Bühler und einige Schülerinnen der Realschule Plus, Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel, die Ortsbürgermeister Rudolf Wingender (Volkesfeld), Rainer Hilger (Thür), die Beigeordneten Joachim Plitzko (VG Mendig) und Doris Roßmann (Bell) sowie zahlreiche ehrenamtlich tätige Sammlerinnen und Sammler willkommen. Ein ganz besonderer Gruß des VG-Bürgermeisters galt jedoch dem ehrenamtlichen VDK-Beauftragten der VG-Mendig, Gerald Frank und dessen Ehefrau Ingeborg. Jörg Lempertz wörtlich: „Schreckensherrschaft, Gewalt, Tod, Trauer, Leid - Schlagworte, die treffend zwei Weltkriege bezeichnen, die im 20. Jahrhundert Elend und Blut über zahlreiche Nationen verbreitet haben. Der Tod von 70 Millionen Menschen in diesen Kriegen (allein 434 Mendiger sind im zweiten Weltkrieg gefallen) muss als Mahnung verstanden werden.
Nie wieder derselbe Fehler
Als Mahnung, nie wieder denselben Fehler zu begehen. Wir brauchen Menschen, die dieses Zeugnis aufrechterhalten.“ An die anwesenden Sammler gerichtet, sagte Jörg Lempertz: „Durch Ihr großes Engagement und Ihren Einsatz konnte bei der Sammlung ein hervorragendes Ergebnis erzielt werden. 5.242,00 Euro wurden gesammelt und stehen der sinnvollen Tätigkeit des Volksbundes zur Verfügung. Das sind 772,51 Euro mehr als im Vorjahr - ein Ergebnis, dass sich sehen lassen kann! Im Jahr 2014 wurde diese Sammlung wieder federführend durch unseren VDK-Beauftragten der Verbandsgemeinde Mendig, Herrn Gerald Frank, durchgeführt. Er ist unermüdlich im Einsatz, engagiert bei der Sache, überzeugt vom tiefen Sinn seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Sie alle, die an der Sammlung teilgenommen haben und die zahlreichen Bürger, die diese finanziell unterstützt haben, tragen durch diesen Einsatz dazu bei, ein Zeugnis für den Frieden und der Aufarbeitung der schlimmsten Geschichte unserer Menschheit abzugeben. Dafür danke ich Ihnen im Namen der Verbandsgemeinde von ganzem Herzen!“ Der VDK-Bezirksvorsitzende Peter Labonte würdigte in seiner Ansprache sowohl das Sammlungsergebnis als auch die Spendenbereitschaft der Bürger in der VG-Mendig. Sein ganz besonderer Dank galt ebenfalls Gerald Frank für dessen bemerkenswerten Einsatz sowie Thorsten Mintgen und Ilse Pütz von der VG-Verwaltung für die Unterstützung bei der Organisation und Abrechnung der Sammlung.
Erfreulicherweise wurde im Jahr 2014 die Sammlung in allen Ortsgemeinden durchgeführt! Da in der Stadt Mendig auch die Schülerinnen und Schüler der Realschule plus gesammelt hatten, ließ Peter Labonte es sich nicht nehmen, den anwesenden Schülerinnen und dem Schüler sowie ihrer Lehrerin eine entsprechende Urkunde zu überreichen. Peter Labonte wörtlich: „Ich danke dem Verbandsbürgermeister, den Ortsbürgermeistern, den Organisatoren, allen Sammlern und Spendern in der Verbandsgemeinde Mendig sehr, sehr herzlich! Seit nunmehr 95 Jahren widmet der Volksbund sich der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten, zu pflegen und neue Grabstätten anzulegen. Nach wie vor betreuen wir Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge und beraten private und öffentliche Stellen. Seit dem Wegfall des „Eisernen Vorhangs“ ist ein weiterer Schwerpunkt die Suche, Bergung, Identifizierung und Umbettung der Gefallenen in Osteuropa auf ebenfalls würdige Ruhestätten.
Ungeklärte Schicksale
Noch heute sind nicht alle Schicksale aufgeklärt. Nicht alle Kriegstoten haben ein würdiges Grab erhalten. Auch in der Gegenwart stellen wir fest, dass wieder junge Deutsche (Soldaten der Bundeswehr) bei Auslandseinsätzen, weit weg von zu Hause, schwer verletzt werden beziehungsweise sterben. Die Aufgaben des Volksbundes sind auch heute noch so aktuell und notwendig wie eh und je. Er benötigt zur Fortsetzung seiner umfangreichen und notwendigen, jedoch auch kostenintensiven Aufgaben weiterhin die Hilfe und Unterstützung aller Bürger sowie der kommunalverantwortlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Helfer. Denn Soldatenfriedhöfe sind Stätten der Begegnung, der Versöhnung und der Mahnung zum Frieden.“
.Die Pädagogin Monika Bühler -2.v.links- und die Schüler der Realschule plus erhielten für ihr besonderes Engagement außer einem Büchergutschein von der VG-Mendig noch eine Urkunde vom VDK.
