Allgemeine Berichte | 06.10.2014

Weihbischof Peters übergibt neues Gotteslob

Firmung sowie Einführung des Gebet- und Gesangbuches

Weihbischof Peters übergab das neue Gotteslob u.a. an die Vertreter der Pfarrgemeinde Mendig. SF

Mendig. Das neue „Gotteslob“ ist nun auch in den Gemeinden des Bistums Trier angekommen. Im Rahmen eines gemeinsam mit Pastor Ralf Birkenheier, Kaplan Andreas Burg und Diakon Friedel May zelebrierten Pontifikalamtes in der Mendiger Pfarrkirche St. Cyriakus übergab der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters das neu überarbeitete katholische Gesang- und Gebetbuch u.a. an die Vertreter der Pfarrgemeinde.

Weihbischof Peters wies während seiner Begrüßung in der voll besetzten Pfarrkirche darauf hin, dass am Tag zuvor in Trier rund 1.800 Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Bistum gemeinsam mit Bischof Dr. Stephan Ackermann die Einführung des neuen Gotteslobes gefeiert hatten. Bischof Stephan habe die Gläubigen daran erinnert, dass im kommenden Monat eine Delegation aus dem Bistum Trier Brasilien besuchen werde. „Dort gibt es viele deutschstämmige Familien mit Wurzeln im Bistum Trier, darunter auch die von Odilo Kardinal Scherer. Wir sollten uns klar machen, dass die Menschen, die vor 150 Jahren auswanderten, keine seelsorgliche Betreuung hatten. Umso wichtiger war es für sie, etwas aus ihrer Heimat mitzunehmen, das ihnen Halt gab - das Gotteslob. Diese ’Notration‘ an Glaubensvermittlung half ihnen oft über die schwere erste Zeit hinweg und kann auch heute für uns ein guter Zugang zum Glauben sein“, so Weihbischof Peters, der maßgeblich an der Neugestaltung des Trierer Eigenteils im Gotteslob mitgearbeitet hatte. Er überreichte stellvertretend je ein Exemplar an den Firmbewerber Christian Degen, an Organist Thomas Konrad, an den Pfarreienratsvorsitzenden Joachim Plitzko, an Martin Breil für die Kinder und an Pfarrer Ralf Birkenheier, Kaplan Andreas Burg sowie Diakon Friedel May.

100 Jugendliche erhielten das Sakrament der Firmung

Ein weiterer Höhepunkt des Gottesdienstes war die Firmung von ca. 100 Jugendlichen der Pfarreiengemeinschaft Mendig. Weihbischof Peters dankte allen, dass sie sich bewusst für das Sakrament der Firmung entschieden hätten. Beim Vorgespräch am Morgen habe er viel über die Vorbereitungen erfahren und deshalb wolle er sich ausdrücklich auch bei den Katecheten für deren Einsatz bedanken.

Die Firmanwärter hatten u.a. mit dem Benefizkonzert „Rock am Sumpf“ in Thür ein ebenso erfolgreiches wie spektakuläres Projekt initiiert. Den Reinerlös in Höhe von 2.500 Euro spendeten sie an die Kinderkrebsstation Kemperhof. Außerdem gab es in der sechs Pfarrgemeinden zählenden Pfarreiengemeinschaft mit den Firmlingen zahlreiche Begegnungen, zu denen u.a. ein so genannter „Beicht-Event“ zählte, der den formalen Abschluss der Vorbereitungen bildete. Alle Firmbewerber waren nach einem zeitlich festgelegten Plan zu einem besinnlichen Gang durch die Pfarrkirche in Niedermendig eingeladen. Dabei hatten sie die Möglichkeit, sich an sieben verschiedenen Stellen, wie zum Beispiel vor einem Spiegel, einem Leuchter oder an einer ’Klagemauer‘ in der Selbstreflexion zu üben. Anschließend hatte jeder die Möglichkeit, mit Pastor Ralf Birkenheier oder Kaplan Andreas Burg ein persönliches Gespräch zu führen. Übrigens hat Pastor Ralf Birkenheier, dem es besonders am Herzen liegt, dass junge Menschen sich frei entscheiden können, mit der Erhöhung des Firmalters auf 16 Jahre wieder einmal Großartiges geleistet! „Es bedurfte einiger Verhandlungen mit Trier, bis wir dieses Ziel erreichten. Auch wenn dadurch die Statistik ’geschwächt‘ ist, da nicht mehr alle, die noch im Taufbuch stehen mitgezählt werden, so kommen nunmehr junge Erwachsene und wollen das nachholen, wogegen sie sich zuvor gesträubt hatten. Und genau das ist mein Ziel. Als ich die Firmlinge zum Abschluss des Beichtevents fragte: ’Darf ich Dir die Hände auflegen und Dich segnen‘?, hat niemand Nein gesagt. Fast alle standen spontan auf und neigten ihren Kopf, wobei nicht wenige sich mit feuchten Augen bedankten“, so Pastor Birkenheier, der jedoch hinzufügte: „Am meisten war ich wohl selber berührt.“

Es ist nie zu spät, umzukehren

In seiner Predigt bezog Weihbischof Peters sich auf das Matthäus-Evangelium. Von zwei Söhnen, die der Vater in den Weinberg schickte, habe der eine die Arbeit überhaupt nicht erledigt und der andere habe dem Vater nach anfänglichem Widerstand schließlich doch noch geholfen. „Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass es nie zu spät ist, umzukehren“, betonte Peters. Der christliche Glaube sei eben nicht nur ein ’Wohlfühlglaube‘. Auch Paulus ermahne immer wieder dazu, dass Christsein nicht nur mit Worten bekundet werden könne, sondern dass Konsequenzen folgen müssten. „Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig, dass wir uns solidarisch mit den verfolgten Christen im Irak, in Syrien und in vielen anderen Ländern zeigen.“ Die Liebe Gottes sei keine fixe Idee aus der Bibel - Gott wolle bei den Menschen sein, auf Augenhöhe mit ihnen. „Ich finde, das ist ein wunderbares Angebot, dass wir immer die Chance haben, neu anzufangen und den Glauben in unser Leben zu lassen“, sagte Peters.

Für die wunderbare musikalische Gestaltung des Gottesdienstes zeichnete der Chor „Rückenwind“ unter der Leitung von Küsterin Ulla Diefenbach verantwortlich.

Weihbischof Jörg-Michael Peters firmte in der Mendiger St. Cyriakus Kirche 100 Kinder und Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Mendig.

Weihbischof Jörg-Michael Peters firmte in der Mendiger St. Cyriakus Kirche 100 Kinder und Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Mendig.

Weihbischof Peters übergab das neue Gotteslob u.a. an die Vertreter der Pfarrgemeinde Mendig. Fotos: SF

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