Sitzung der Fidelen Möhnen war wieder einmal ein voller Erfolg
„Gegröle in der Steinzeithöhle!“
Mendig. Während einige Karnevalsvereine zuweilen Probleme haben, ihre Sitzungssäle zu füllen, ist bei den Fidelen Möhnen der KG Niedermendig genau das Gegenteil der Fall: Wer Karten für ihre Sitzung in der Laacher See Halle haben möchte, der muss sich frühzeitig darum kümmern, denn die Plätze sind begrenzt und begehrt. Und das hat gute Gründe.
„Gegröle in der Steinzeithöhle“
In diesem Jahr lautete das Motto der Vollblutkarnevalistinnen „Gegröle in der Steinzeithöhle“ und die Besucher wurden am Schwerdonnerstag schon beim Eintreten in den Saal durch die von den Möhnen liebevoll gestaltete Dekoration auf einen unvergesslichen Nachmittag eingestimmt. So vermittelten unter anderem kleine leuchtende Lagerfeuer auf den Tischen, die zusätzlich mit Steinen und Holzdeko für das richtige Ambiente sorgten, ein echtes Steinzeithöhlengefühl.
Als Obermöhn Elke Lenzen die Sitzung pünktlich um 15:11 Uhr eröffnete, hatten die Besucher sich bereits an dem mit köstlichen, von den Möhnen gebackenen Kuchen bestückten Buffet bestens versorgt. Das, was die Möhnen ihren Zuschauern in den darauf folgenden Stunden boten, war Karneval vom Allerfeinsten. Den Anfang machten zur Freude der weiblichen Narrenschar die Herren der Tanzgruppe „Die Johannishöfer“, die mit „Die Schotten kommen“ das Herz der Damen höher schlagen ließen. Anschließend eroberten Anke Bous und Ellen Lenzen mit ihrem Vortrag als Pebbles und BamBam die Herzen der Jecken im Saal. Während BamBam (Anke Bous), eher zur handfesten, keulenschwingenden Fraktion gehörte, erwies sich Pebbles (Ellen Lenzen) als wissbegieriges, forschendes Steinzeitkind, das die Menschheit nach vorne bringen wollte. Klar, dass man sich da nicht immer einig ist.
„We will rock you“
Eine Performance der besonderen Art hatten die Möhnen anschließend zu bieten. Mit steinzeitlichem Trommeln versetzten sie Saal und Zuschauer in Schwingung - „We will rock you“ war an dieser Stelle wörtlich zu nehmen. So angeheizt, erfreute die Juniorentanzgruppe von Karin Becker-Schmitt mit ihrem „Space Trip“ die klatschende Menge. Einen sarkastisch-düsteren Blick warfen die Möhnen anschließend auf das Gesundheitswesen, in dem sie einen „Selbstbedienungsfachmarkt für Operationen“ eröffneten. Erwartungsgemäß kam es zu einigen turbulenten Szenen und Komplikationen, welche die Lachmuskeln der Anwesenden aufs Äußerste strapazierten.
Wem die appetitlichen Herren der Johannishöfer noch nicht genügt hatten, der bekam jetzt einen optisch ansprechenden Nachschlag. Das Herrenballett „Heiße Socken“ aus Neuwied ließ die Halle beben und sich auch nicht lange um eine gekonnt dargebotene Zugabe bitten. Als wieder etwas Ruhe in den Saal einkehrte, kündigte Obermöhn Elke Lenzen die Vergabe des diesjährigen Publikumsordens an. Er ging an Inge Schlich, die mit ihren Kolleginnen aus dem St. Nikolaus-Kindergarten selbstverständlich vor Ort war.
Tolle Stimmung mit Prinz Timo
Dann gab sich Prinz Timo die Ehre und steigerte die ohnehin schon tolle Stimmung noch einmal. Wenn er jedoch glaubte, er könne sich nach seinem Sessionslied in die Prinzenloge zurückziehen, irrte er gewaltig! Nach einem kurzen Intermezzo durch die Tanzgruppe von Karin Becker-Schmitt, die ein „Magisches Feen-Jahr“ tänzerisch darstellte, mussten Prinz und Gefolge erneut auf die Bühnenbretter. Bei der Steinzeit-Olympiade durften sie ihre Tauglichkeit unter Beweis stellen, was ihnen sehr zur Freude der anwesenden Damen „nahezu“ problemlos gelang.
Das Stimmungsbarometer war schon fast am Anschlag, als Anja Jochem und Uschi Schmitz als „Martha und Lisbeth“ die Bühne betraten. Ob es ihre Unterhaltungen über neueste Intim-Frisuren-Trends, oder das Rollenspiel mit Flirttipps war, die Zuschauer kamen vor Lachen kaum zu Atem. Perfekt aufeinander eingestimmt zählte der Auftritt der beiden Freundinnen auch in diesem Jahr wieder zu einem der Höhepunkte der Sitzung.
Die Schloffmötschen verschafften dem souverän agierenden Alleinunterhalter Wolfgang Porz mit ihren herrlichen Stimmungsliedern anschließend eine kurze Verschnaufpause, bevor Christel Geilen alias „Fred Feuerstein“ die Lachmuskeln des närrischen Weibervolkes noch einmal aufs Ärgste strapazierte. Mit ihrer unnachahmlichen Interpretation des Steinzeit-Männchens, das mit heftig ausgestattetem Mundgeruch und langem, ungewaschenen Achselhaar zur Jagd geht, jedoch zu Hause unter der Fuchtel seiner angetrauten Wilma steht, brachte das Mendiger Urgestein den Saal endgültig zum Beben. Den krönenden Abschluss einer traumhaften Sitzung bildete der Möhnentanz, der sich in diesem Jahr natürlich auch am Motto orientierte. Kein Wunder also, dass so manche Keule geschwungen wurde. Karin Becker-Schmitt unterstützt die Möhnen bei ihren Tänzen nun schon seit 40 Jahren, das war Anlass genug, sich anschließend besonders bei ihr zu bedanken. Zu den Klängen der „Schloffmötschen“ endete eine Sitzung, die selbst die höchsten Erwartungen wieder einmal voll und ganz erfüllte!
Das Herrenballett „Heiße Socken“ aus Neuwied ließ die Laacher See-Halle erbeben
Die Tanzgruppe von Karin Becker-Schmitt verzauberte das närrische Publikum mit einem magischen Feen-Tanz
Obermöhn Elke Lenzen vergab den diesjährigen Publikumsorden an Inge Schlich, die mit ihren Kolleginnen aus dem St. Nikolaus-Kindergarten selbstverständlich vor Ort war.
