Jutta Schützdeller und Simone van de Paß machen mit dem ersten Band ihrer historischen Romanreihe Lust auf mehr
„Gianina - ein Geschenk für den Khan“
Mendig. Nachdem die Mendiger Autorin Jutta Schützdeller mit ihrem ersten Werk „Darjeeling mit Zeuss“ (2009) und mit „Slam“ (2011 veröffentlichte Ko-Produktion mit Akif Pirincci) eine relativ kleine, intellektuelle Leserschaft angesprochen hatte, überrascht sie nunmehr gemeinsam mit der Co-Autorin Simone van de Paß („Die Schreibweiber“) mit dem ersten Band einer historischen Romanreihe, der unter dem Namen „Gianina - ein Geschenk für den Khan“ sowohl bei den männlichen als auch weiblichen Lesern auf großes Interesse stoßen dürfte. Zum Inhalt: Im Jahr 1271 lebt die 15-jährige Gianina gemeinsam mit ihrer Mutter Anna, einer Prostituierten, im Haus des Hurenwirtes Giacomo. Als dieser erkennt, dass Gianina zur Frau heranreift, ist es für ihn selbstverständlich, dass ihm ihre Jungfräulichkeit gehört und er sie meistbietend verkaufen kann. Gianina fügt sich in ihr Schicksal, aber sie möchte dem Leben im Hurenhaus entfliehen. Ihr Wunsch scheint in Erfüllung zu gehen, denn ihre erste Nacht verbringt sie mit Marco, dem Erben des reichen Handelshauses Polo, der großen Gefallen an ihr findet. Was Gianina nicht weiß: Marco soll seinen Vater und Onkel auf eine Reise in den fernen Osten begleiten. Der Traum vom sorgenfreien Leben scheint zu platzen, doch Maffeo Polo, Onkel von Marco Polo, macht Gianina ein Angebot, welches ihr Leben und das ihrer Mutter komplett verändern sollte. „Blick aktuell“ sprach mit Jutta Schützdeller, die gemeinsam mit Simone van de Paß im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags in dem Mendiger Fachgeschäft für Schreiben, Spiel und Schenken, Waldecker, die 295 Seiten starke Neuerscheinung signierte. „Bevor wir über „Gianina“ reden, wüsste ich gerne, warum Sie und Ihre Co-Autorin sich als „Schreibweiber“ präsentieren?“ Jutta Schützdeller: „Während meiner Zusammenarbeit mit Akif Pirincci forderte dieser mich eines Tages auf: Schreib, Weib! Ich fand das damals sehr witzig. Als nun Simone und ich begannen, gemeinsam an „Gianina“ zu arbeiten, lag es nahe, dass wir uns „Die Schreibweiber“ nennen würden, denn das ist es, was wir können und tun“. „Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Protagonistin ihrer Romanreihe, auf eine Reise von Venedig in Richtung China zu schicken?“ Jutta Schützdeller: „Ich sehe mir gerne Dokumentationen im Fernsehen an. Irgendwann sah ich auch eine Sendung über Marco Polo und dachte: Wie bedauerlich, dass in der damaligen Zeit Frauen so selten die Gelegenheit hatten, eine solche Reise, ein solches Abenteuer zu erleben. In der darauf folgenden Zeit nahm die Idee in meinem Kopf mehr und mehr Gestalt an. Wie müsste es vonstatten gehen, damit eine Frau im Mittelalter etwas Vergleichbares erleben kann? Meine Gedanken hierzu mündeten in der Storyline für Gianina. Da die Geschichte aus zwei Blickwinkeln erzählt werden sollte, suchte ich eine Ko-Autorin und fand in Simone van de Paß die perfekte Partnerin.“ Am 25. Juli werden die „Schreibweiber“ ihre Neuerscheinung offiziell im historischen Obermendiger Florinshof vorstellen. Während die Landtagsabgeordnete Hedi Thelen als einfühlsame Moderatorin den Abend mitgestalten wird, sorgt das „Duo con Moto“ für den guten Ton.
