Industriekultur entdecken
Industrial Quest - im Mühlsteinrevier RheinEifel Industriegeschichte spielerisch erleben
aus Mendig
Industriekultur einmal anders erleben: Am 12. und 13. September 2026 wird das Mühlsteinrevier RheinEifel Teil einer europaweiten digitalen Schatzsuche. Beim Industrial Quest der European Route of Industrial Heritage (ERIH) sind Teams in ganz Europa eingeladen, Industriekultur spielerisch zu entdecken, knifflige Aufgaben zu lösen und dabei Punkte für die europaweite Rangliste zu sammeln.
Auch das Mühlsteinrevier RheinEifel ist mit drei seiner außergewöhnlichen Zeugnisse der Industriegeschichte dabei: der Ettringer Lay, dem Kottenheimer Winfeld und dem Mayener Grubenfeld.
Das Besondere: Hier geht es nicht um trockene Theorie, sondern mitten hinein in eine über Jahrtausende gewachsene Kulturlandschaft. Die Spuren des Basaltlavaabbaus sind bis heute im Gelände sichtbar. Mächtige Abbauwände, historische Kransockel, Loren, Werkplätze und weitere Relikte erzählen von den Menschen, die hier Basaltlava gewannen und zu Mühlsteinen, Pflastersteinen und anderen Produkten verarbeiteten.
Das Mühlsteinrevier RheinEifel steht für eine rund 7.000-jährige Tradition der Mahl- und Mühlsteinproduktion. Die besondere Qualität der Basaltlava und die Nähe zum Rhein machten die Region zu einem bedeutenden Produktions- und Handelszentrum. Von den Abbaugebieten zwischen Mayen, Mendig, Kottenheim und Ettringen gelangten Mühlsteine über den Andernacher Hafen in viele Teile Europas. Die Geschichte des Reviers ist damit zugleich ein Stück europäischer Wirtschafts-, Technik- und Kulturgeschichte.
Beim Industrial Quest werden die historischen Stätten zum Spielfeld. An den drei teilnehmenden Standorten des Mühlsteinreviers warten speziell entwickelte Aufgaben darauf, vor Ort gelöst zu werden. Die Fragen führen zu historischen Details, technischen Relikten und besonderen Spuren im Gelände. Dabei sind Wissen, Beobachtungsgabe und manchmal auch ein gutes Schätzvermögen gefragt.
Die Teilnahme funktioniert digital: Der am jeweiligen Standort angebrachte QR-Code wird mit dem Smartphone gescannt. Anschließend können die Teams ihre Quest starten und die Aufgaben direkt vor Ort lösen. Ein abschließendes Teamfoto gehört ebenfalls zum Spiel. Die Ergebnisse fließen in eine europaweite Rangliste ein.
Damit richtet sich Industrial Quest insbesondere an Familien, Kinder und Jugendliche, aber selbstverständlich auch an alle anderen, die Lust auf eine ungewöhnliche Entdeckungstour durch die Industriekultur haben. Die Aufgaben verbinden historisches Wissen mit spielerischen Herausforderungen und machen die Geschichte der Steinindustrie auf zeitgemäße Weise erlebbar.
Die drei Standorte Ettringer Lay (ganztägig kostenfrei zugänglich), Kottenheimer Winfeld (ganztägig kostenfrei zugänglich) und Mayener Grubenfeld mit seiner Ausstellungshalle „SteinZeiten“ (Öffnungszeiten beachten, Eintritt) zeigen hierbei drei Facetten des Mühlsteinreviers RheinEifel.
Organisiert wird Industrial Quest von ERIH – der European Route of Industrial Heritage, dem europäischen Netzwerk für Industriekultur. Rund 350 Mitglieder in 27 europäischen Ländern gehören dem Netzwerk an. Mehr als 2.400 sehenswerte Standorte werden auf der ERIH-Plattform vorgestellt.
Industrial Quest geht dabei einen neuen Weg: Industriekultur wird mit digitalen Technologien und spielerischen Elementen verbunden. Zahlreiche Standorte in Europa werden am 12. und 13. September 2026 gleichzeitig zu Schauplätzen der Challenge. So entsteht eine europaweite Entdeckungsreise, bei der historische Orte miteinander verbunden werden – vom ehemaligen Bergwerk über Fabriken und Stahlwerke bis hin zu den Basaltlava-Steinbrüchen des Mühlsteinreviers RheinEifel.
Weitere Informationen und die teilnehmenden Standorte gibt es unter www.industrial-quest.eu und auf www.muehlsteinrevier.de
Pressemitteilung des Arbeitskreises Mühlsteinrevier RheinEifel
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Auch das Kottenheimer Winfeld ist bei „Industrial Quest“ mit dabei. Foto: Svenja Schulze-Entrup