Prinz Timo I. zog samt Gefolge, Korporationen, Fahnenträgern und Gästen ins Prinzenpalais Deutsches Haus
„Limo mit Timo“ - Spektakuläres Prinzenfrühstück
Mendig. Noch heute ist der 31. Januar (Sonntag) in Mendig bei vielen Mendiger Närrinnen und Narren Gesprächsthema Nummer 1. Der Grund: An diesem Tag hatte Prinz Timo I., Drehstuhlpilot vom Deutschen Haus unter dem Motto „Limo mit Timo“ zum Prinzenfrühstück eingeladen und bis zu 300 fantasievoll kostümierte Gäste, darunter zahlreiche Korporationen, Fahnenträger, Freunde, Bekannte und Verwandte des Prinzen sowie alles, was im Mendiger Karneval Rang und Namen hat, gaben sich im Verlauf des zu einem spektakulären Event ausartenden Tages die Ehre.
Der Sonntag begann jedoch mit einem nicht weniger aufwendig gestalteten Hochamt in der voll besetzten St. Cyriakus Kirche, welches von Pastor Ralf Birkenheier ebenso festlich wie humorvoll zelebriert worden war. Im Anschluss an die Messe fand ein Umzug zum Prinzenpalais „Deutsches Haus“ statt, wo bereits zahlreiche Mitglieder der KG Niedermendig und der Fidelen Möhnen sowie Freunde des Prinzen auf zwei Etagen alle Vorbereitungen für eine durchweg gelungene Veranstaltung getroffen hatten. Dazu zählte nicht nur die Dekoration der Räume und Tische, sondern auch der Aufbau von zwei riesigen Buffets, von denen eines auf der Kegelbahn und das zweite im ehemaligen Kino des Hauses zum Schlemmen animierten. Selbstverständlich standen auch ausreichend Getränke zur Verfügung, wobei auf allen Tischen die „Limo“ im Mittelpunkt der Deko stand.
Helmut Koll als Moderator
In die Rolle des Moderators war Helmut Koll geschlüpft, der als Kenner der karnevalistischen Szene und guter Freund der Familie Schubach souverän durch das im Verlauf des Tages gebotene Programm führte. Zwischen Helmut Koll, der vor genau 30 Jahren als Solo-Prinz Helmut II. vom Silberpokal die Mendiger Narren regierte, und Solo-Prinz Timo I. gibt es übrigens erstaunlich viele Parallelen: Während Prinz Timo 28 Jahr jung ist, war Helmut Koll damals mal gerade 30 Jahre alt. Ebenso wie in diesem Jahr war die Session im Jahre 1986 auch sehr kurz (Damals fiel Veilchendienstag auf den 11. Februar, dieses Jahr auf den 9. Februar) und nicht zuletzt war die damalige Residenz von Prinz Helmut - ebenso wie von Prinz Timo - das Deutsche Haus.
Nach einem von brausendem Applaus begleiteten Einzug des närrischen Herrschers samt Hofstaat und Prinzengarde bot eine Abordnung der Stadtsoldaten der KG Niedermendig gemeinsam mit ihrem Tanzmariechen Luisa Rheindorf eine bemerkenswerte Tanzdarbietung. Dem folgte eine sehr einfühlsame Ansprache des Kommandanten Alexander Buck, der unter anderem an die gemeinsame Zeit mit Timo Schubach bei den Stadtsoldaten erinnerte.
Bevor Prinz Timo I. die beiden Buffets offiziell eröffnete, bedankte er sich bei allen, die ihn in seinem Amt unterstützend begleiten, die fantastischen Programme der Sitzungen und den Veilchendienstagszug gestalten und nicht zuletzt bei den zahlreichen Helfern, die zum Gelingen des Prinzen-Frühstücks beigetragen haben.
Dann forderte er seine Gäste auf: „Esst und trinkt reichlich, denn mein Vater hat wieder gut gekocht. Ich wünsche mir, dass wir hier und heute alle gemeinsam ein paar schöne Stunden verbringen werden!“
Tolle Vorträge und gute Laune
Und dass es einige wunderschöne Stunden wurden, dafür sorgte nicht nur Helmut Koll mit seiner geradezu ansteckenden guten Laune, sondern auch die vielen Gäste, die zu Ehren des Prinzen sowohl programmgemäß als auch spontan mit tollen Vorträgen und Darbietungen zu einer Spitzenstimmung beitrugen. Für die Musik zeichnete kein Geringerer als Wolfgang Portz verantwortlich, der zu Ehren des Prinzen ein karnevalistisch-musikalisches Feuerwerk zündete.
Als Gastgeschenk überraschten die Korporationen gemeinsam mit den beiden Akteuren Koll und Portz dem Mendiger Regenten mit einigen symbolischen Mini-Konfettikanonen. Damit gingen sie auf einen großen Wunsch von Prinz Timo ein, der anlässlich eines Besuchs in Köln beim Anblick eines Prunkwagens mit riesiger Konfettikanone total begeistert war. Entsprechend gerührt zeigte er sich, als seine Truppe ihm mitteilte, dass beim Veilchendienstagszug eine Original-Konfettikanone auf seinem Prunkwagen installiert werde, mit der er für seine Untertanen goldenes Konfetti regnen lassen könne.
Herrenballett und Schottentanz
Das Herrenballett „Zarte Zehe“ der KG Niedermendig, dem Prinz Timo ebenfalls angehört, verblüfften sowohl Prinz Timo I. und sein Gefolge als auch viele Gäste mit ihrer Sangeskunst ebenso wie Andreas Geilen, der mit einer eigens getexteten Version auf die Melodie „My way“ auf Aschermittwoch, das Ende der tollen Tage anspielte. Kaum zu toppen war dagegen die Tanzdarbietung der Johannishöfer von der KG Obermendig, die unter der fachkundigen Leitung von Judith Fuchs einen Schottentanz präsentierten, der an atemberaubenden Hebefiguren, Würfen und Pyramiden nichts zu wünschen übrig ließ.
Ausgesprochen bemerkenswert war auch der Auftritt der Showtanzgruppe „Elztalzauber“ aus Moselkern, die auf ganz besonderen Wunsch von Prinz Timo I. nach Mendig gekommen war und sowohl seine Majestät als auch seine Frühstücksgäste verzauberte. Als dann noch das Kellbach-Trio der KG Obermendig und die Schloffmötschen der KG Niedermendig mit karnevalistischen Ohrwürmern die Stimmung fast bis zum Siedepunkt anheizten, war keine Steigerung mehr möglich.
Übrigens hatte sich auch aus Köln, der Lieblingsstadt von Prinz Timo I., hoher Besuch angesagt: Karl-Heinz Neunzig, Schatzmeister der „Kölsche Narrengilde von 1967 e. V., der bereits beim feierlichen karnevalistischen Gottesdienst mit der Fahne seiner Narrengilde in die St. Cyriakus Kirche eingezogen war, wies in einer beeindruckenden Ansprache unter anderem darauf hin: „Die größte Ehre, die wir einer Tollität erweisen können, ist, unsere Fahne als ehrfürchtigen und freundschaftlichen Gruß zu solch´ einem Anlass wie heute mitzuführen.“
Karl-Heinz Neunzig, Schatzmeister der „Kölsche Narrengilde von 1967 e. V. (l.) hatte zu Ehren von Prinz Timo I. die Fahne der Narrengilde mit nach Mendig gebracht.

Helmut Koll führte als Kenner der karnevalistischen Szene und guter Freund der Familie Schubach souverän durch das Programm.

Alles, was im Mendiger Karneval Rang und Namen hat, fand sich bereits zum Hochamt in der St. Cyriakus Kirche ein. Fotos: SF
