Zweite Damensitzung der KG Obermendig begeisterte mit tollen Darbietungen
Närrische Abenteuer in „Wild-West“
Mendig. Dass es sich bei den Sitzungen der Karnevalsgesellschaft 1903 Obermendig schon lange nicht mehr um einen Geheimtipp handelt, bewiesen die zahlreichen närrischen Besucher, die zur zweiten Damensitzung in die bis auf den letzten Platz gefüllte Obermendiger Schützenhalle gekommen waren.
Schon bevor Sitzungspräsident Peter Schlaus mit seinem schmucken Elferrat die erwartungsfrohe Jeckenschar in der herrlich geschmückten Narhalla begrüßte, hatten die virtuosen Musiker Heinz und Timo, die inzwischen schon zum festen Bestandteil der KGO-Sitzungen geworden sind, mit ihrem vielseitigen Repertoire für eine tolle Stimmung im Saal gesorgt.
„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, schwupps - schon stand de Fasenacht vor de Dür.
Die Lieder der drei heiligen Könige waren noch nicht erklungen, da kamen die Jecke at in ihre Kostüme jesprungen. Düs Joahr han me zum Feiere net viel Zeit, deshalb hat et Komitee sich och mim Proklamiere vom Prinz Timo beeilt. Die Proklamation hat nämlich at im letze Jahr statt jefunne, awe wat soll et, ich fand et wie immer jelunge. Kommen wir nun zum Motto der diesjährigen Session, ich hoffe ihr kennt dat alle schon.
„Wildes“ Sessionsmotto
Wie jedes Jahr wurde Wochen lang diskutiert und die vielen Vorschläge wurden sorgfältig sortiert. Anhand der Deko erkennt man es auch schon, folgendermaßen lautet das Motto der Session: 'Ihr Jecke halt Euch richtesch fest, aus Hexekessel würd Wild-West!'“- mit diesen Worten hieß der ebenso charmante wie wortgewandte Sitzungspräsident Peter Schlaus unter anderem alle anwesenden Vertreter der befreundeten Vereine, Vorsitzende, Obermöhnen, Möhnen, Präsidenten, Elferräter, Kommandanten und Kommandeure sowie die Vertreter der Politik, Geschäftsleute, Gönner und Sponsoren der KG herzlich willkommen.
Dann gab er die Bühne frei für Prinz Timo I. und dessen Gefolge, die unter dem begeisterten Applaus der närrischen Untertanen in den Saal einmarschierten und die Stimmung mit den beiden Prinzenliedern, die von allen Jecken im Saal Text sicher mitgesungen wurden, mächtig anheizten.
Nachdem der Regent sich mit seinem Hofstaat in die Prinzenloge begeben hatte, präsentierte die Kindergarde unter dem Motto „Zirkuswelt“ einen gemeinsam mit Angi Müller, Barbara Gwozdek-Müller und Caroline Hamann einstudierten zauberhaften Tanz, der ebenso wie die fast schon akrobatische Leistung der Kellbach-Funken unter der Leitung von Denise Schäfer und Sonja Mohr mit langen Beifallskundgebungen belohnt wurde.
Figuren am Owemennijer Kreisel erwachten wieder zum Leben
Eines der vielen Highlights des Abends war der Auftritt von Lukas Furch, Nico Junglas, Sebastian Kaiser, Martin Alef und Kathrin Schmitt, die den symbolischen Figuren am Owemennijer Kreisel auf eine unnachahmliche Weise wieder Leben einhauchten. Nachdem „Bänkelsänger“ Andree Niederelz unter anderem mit dem Lied „Leev Marie, ich bin kein Mann für eine Nacht“ begeisterte, riss die Hex aus Mennesch das närrische Publikum mit ihren scharfzüngigen Anekdoten aus dem oberen und unteren Stadtteil fast von den Stühlen.
Ebenso wie das Kellbach-Trio, das sich immer wieder etwas ganz Besonderes für die KGO-Sitzungen einfallen lässt und die Jecken im Saal diesmal mit einem Vortrag unter dem Motto: „TV-Total“ zu orkanartigem Beifall animierte, wurde auch der schon traditionelle Auftritt des Husarencorps „Jack von der Wasserschöpp“ mit großem Applaus gewürdigt.
Nach der Pause überzeugten die durchtrainierten Männer des Herrenballetts mit einem atemberaubenden „Schottentanz“, den sie unter der Leitung ihrer erfolgreichen Trainerin Judith Fuchs perfekt einstudiert hatten. Während das Zwiegespräch von Caroline und Michael Hamann (ER + SIE) ebenso wie das Bütten-As Dr. Blasi alias Werner Blasweiler die Lachmuskeln des Narrenvolkes noch einmal ordentlich strapazierten, wurde das Publikum von Sarah & Antonia (Sarah Schmitz und Antonia Schmitz) zum Mitsingen bekannter „Ohrwürmern“ eingeladen. Nach einem tollen „Matrosentanz“ der „Dreamgirls“ aus Welling gerieten die Närrinnen und Narren im Saal beim Auftritt der Gruppe „Owemagic“, die unter der Leitung von Sandra Finkenstein einen atemberaubenden „Afrika“-Tanz einstudiert hatte, völlig aus dem Häuschen.
Mit ihrem wieder einmal vorbildlich und vorwiegend mit „Eigengewächsen“ gestalteten Programm hat die KGO auch in diesem Jahr wieder einmal voll ins Schwarze getroffen.
Auch in Obermendig eroberte Prinz Timo I. mit seinem Gefolge die Herzen der närrischen Untertanen im Sturm. Fotos: FRE
Eine wahre Augenweide boten die Tänzerinnen der Tanzgruppe „Owemagic“mit ihrem „Afrika“-Tanz.
Die scharfzüngigen Anekdoten der „Hex aus Mennesch“ (Annette Tiede) haben bei den Sitzungen der KGO schon Kultcharakter.
