Allgemeine Berichte | 26.01.2015

Die Damensitzung der KG-Niedermendig begeisterte mit spektakulärem Programm

Souverän und schlagfertig führte Sitzungspräsident Ernst Simons durch den Abend

Die Schloffmötschen verwandelten die Mendiger Narhalla in einen Hexenkessel. -FRE-

Mendig. Zahlreiche fantasievoll kostümierte Närrinnen und Narren erlebten am vergangenen Samstag in der herrlich geschmückten Laacher See-Halle während der Damensitzung der Karnevalsgesellschaft Niedermendig wirklich alles, was man von einer guten Sitzung erwartet: Einen schmucken Elferrat, zwerchfellerschütternde Büttenreden, sensationelle Tanzdarbietungen, stimmungsvolle Musik und nicht zuletzt einen Sitzungspräsidenten, der souverän und schlagfertig durch ein Programm der absoluten Spitzenklasse führte. Dabei handelte es sich um den erfahrenen, in jahrzehntelanger Karnevalsarbeit gestählten Elferräter der KGN, Ernst Simons, der den amtierenden Sitzungspräsidenten Timo Schubach vertrat, welcher sich aus beruflichen Gründen in diesem Jahr eine Auszeit erbeten hatte.

Zunächst hieß es „Bühne frei!“ für den Kommandanten der Stadtsoldaten, Alexander Buck, unter dessen Kommando das Funkenmariechen Luisa Rheindorf, die Juniorenfunken und die Funkengarde mit beeindruckenden Tanzdarbietungen begeisterten. Als professioneller „Eisbrecher“ erwies sich der Wortakrobat und pfiffige Spaßvogel Richie XXS (Richard Lerbs aus Roßbach), der auch musikalisch mit seiner Ukulele einiges zu bieten hatte. Karins Tanzgruppe bot unter dem Motto „Die Krieger Rom´s“ eine tolle Choreographie, die sie gemeinsam mit Desiree Schmidt einstudiert hatte. Als besonders herzerfrischend erwiesen sich die „Basaltbeisser“ beim Versuch, das Warten auf ihr bestelltes Bier mit dem „Becher - Rhythmus“ zu überbrücken. Die erste Rakete des Abends wurde für Christel Geilen gezündet, die nach einjähriger Pause als „Pressetante“ in einem fetzigen Rocker-Outfit auf die Bühne stürmte und nicht enden wollenden tosenden Applaus erntete, obwohl sie noch kein Wort gesagt hatte. Dann bewies sie jedoch, dass sie an Spitzzüngigkeit nichts eingebüßt hatte. Ob es sich um kommunalpolitische Anekdoten handelte oder um ein reales Märchen, bei dem es um die Hochzeitspläne einer „grünen Maid“ ging, wobei der Ehemann am Ende des Märchens ein ganz anderer war, als der eingangs angekündigte - die „Pressetante“ war wieder einmal bestens informiert.

Auch ihr Sohn Steven, der sich in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Namen als Bütten-As gemacht hat, brillierte mit einem Spitzenvortrag! Als Rock am Ring - Fan probte er schon mal den Aufbau seines Zeltes und machte sich derweil so seine Gedanken über die Geräuschbelästigung, insbesondere für die 70-Plus-Generation. Der vierte Redebeitrag kam von Hermann Rheindorf , der mit rheinischem Frohsinn als „ne Schwaadlappe“ begeisterte.

Besuch aus Thür

Während der imposante Auftritt des Thürer Prinzenpaares Prinz Jockel I. vom närrischen Rat und Prinzessin Sandra I. vom Kaiserplatz mit ihrem Hofstaat und der Kaiserplatzgarde eine grandiose Bühnenpräsenz boten und zum krönenden Abschluss gemeinsam mit dem schunkelnden und klatschenden Publikum ihre Prinzenlieder intonierten, gab es für den temperamentvollen Tanz der Kaisergarde unter der zackigen Leitung von Admiral von Schneider und General Ziggeman die zweite Rakete des Abends.

Was die KGN in diesem Jahr an tänzerischen Highlights sonst noch zu bieten hatte, dürfte wohl kaum noch zu toppen sein: Ob es sich um das KGN-Herrenballett „Zarte Zehe“ handelte, die in neuen pinkfarbenen Sakkos auftraten und einen beeindruckenden Showtanz boten, bzw. als Funkenmariechen begeisterten, oder um die Showtanzgruppe „Magic Dancers“ aus Remagen, die unter dem Motto „Himmel und Hölle“ mit akrobatischen Glanzleistungen und einem tollen Bühnenbild für die ungeteilte Bewunderung des närrischen Publikums sorgte - für einen musikalischen und visuellen Hochgenuss war in jedem Fall gesorgt. Ein absolutes Highlight war jedoch der fantasievolle Auftritt der Mennijer Mädchen, die das Publikum in den Orient entführten. Bereits beim Einzug in die Laacher See-Halle hielt das Narrenvolk den Atem an. Oasenkutter Jamal stolzierte gemeinsam mit seinem Herren Harun al Raschid (Nela Seiler) durch die Wüste des Morgenlandes al ra Mendig. Auf der Bühne wurden sie bereits von dem schönsten Markt des Omans erwartet, wo Schlangenbeschwörer, Gaukler, Beduinen und eine Schlangentänzerin Jamal und seine Freunde in ihren Bann zogen. Die „Mennijer Mädche“ konnten sich aufgrund ihrer Professionalität und Freude am Tanzen auch überregional schnell einen Namen machen. Darüber hinaus wurden die Tänzerinnen mehrfacher Rheinland-Pfalz Meister sowie 2006 Deutscher Vizemeister im Damenschautanz. Jedes Jahr begeistern die „Mennijer Mädche“ mit einem neuen Tanz, für dessen Choreografie Anita Reuter und Sandra Fuchs zuständig sind. Die passenden Kostüme werden mit viel Liebe zum Detail selbst gestaltet.

Während der sowohl gesanglich als auch instrumental hervorragend aufgestellte Alleinunterhalter Wolfgang Porz das Publikum mit karnevalistischen Ohrwürmern zum Schunkeln und Mitsingen animierte und die Akteure einfühlsam begleitete, rockten die „Schloffmötschen“ mit ihrem aktuellen karnevalistischen Repertoire den Saal und verwandelten die Mendiger Narhalla sowohl nach der Pause als auch zum Finale in einen wahren Hexenkessel!

Der heiß begehrte Publikumsorden ging in diesem Jahr an Ilse und Volker Schneider aus Mendig.

Sitzungspräsident Ernst Simons -mitte- erwies sich als brillante Vertretung von Timo Schubach -links- , der sich aus beruflichen Gründen in diesem Jahr eine Auszeit erbeten hatte.

Sitzungspräsident Ernst Simons -mitte- erwies sich als brillante Vertretung von Timo Schubach -links- , der sich aus beruflichen Gründen in diesem Jahr eine Auszeit erbeten hatte.

Die erste Rakete des Abends ging an „Pressetante“ Christel Geilen, die das närrische Volk allein schon mit ihrem Outfit von den Stühlen riss.

Die erste Rakete des Abends ging an „Pressetante“ Christel Geilen, die das närrische Volk allein schon mit ihrem Outfit von den Stühlen riss.

Die Schloffmötschen verwandelten die Mendiger Narhalla in einen Hexenkessel. Fotos: -FRE-

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