Karnevalistisches Feuerwerk der KG Obermendig in der Schützenhalle
Superstimmung und Spitzendarbietungen bei der Jubiläumssitzung
Mendig. Dass die immer wieder spektakulären Damensitzungen der Karnevalsgesellschaft 1903 Obermendig sich auch bei vielen Närrinnen und Narren aus den umliegenden Regionen erfreuen, bewiesen die zahlreichen närrischen Besucher, die am vergangenen Samstagabend zur Ersten Damensitzung in die bis auf den letzten Platz prall gefüllte Obermendiger Schützenhalle gekommen waren. Bereits vor der offiziellen Begrüßung durch Sitzungspräsident Frank Post, der aufgrund seiner langjährigen Erfahrung die Moderation des vielseitigen Programms der Jubiläumsveranstaltung (111 Jahre KGO) fest im Griff hatte, herrschte eine ebenso ausgelassene wie familiär anmutende Stimmung. Dafür sorgten nicht zuletzt auch die virtuosen Musiker Heinz und Timo, die inzwischen schon zum festen Bestandteil der KGO-Sitzungen geworden sind. Gleich zum Auftakt der rundum gelungenen Veranstaltung gab sich das sympathische Dreigestirn Prinz Peter der Zweite, „Präsi von de schwarz-ruude Jecke“, seine Deftigkeit Bauer Florian „von Holz un Spöhn“ und ihre Lieblichkeit Jungfrau „Buddy von de Fallerjass“ mit seinem Hofstaat die Ehre.
Strahlender Ordensträger
Nachdem die närrischen Regenten in Begleitung gemeinsam mit der Prinzengarde und der Regimentskapelle des Husarencorps „Jack von der Wasserschöpp“ unter brausendem Beifall der Jecken in den Saal eingezogen waren, wurden sie auf der Bühne von dem wie immer bestens aufgelegten Elferrat herzlich begrüßt. Nachdem das Prinzenlied angestimmt- und von den Närrinnen und Narren im Saal lautstark mitgesungen worden war, begaben Prinz Peter der Zweite und Sitzungspräsident Frank Post sich hinunter ins Publikum, um dem dort völlig ahnungslos sitzenden Volker Schlaus sowohl den Prinzenorden als auch den Sitzungsorden der KGO zu verleihen. Bei dem strahlenden Ordensträger handelt es sich um den Bruder von Prinz Peter II., der vielen Mendigern auch als Mitarbeiter der VG-Verwaltung bekannt ist.
Bunter Programmreigen
Sodann eröffnete die Kindergarde den bunten Programmreigen mit einem zauberhaften Cheerleadertanz, den sie unter der Leitung von Caroline Hamann, Angi Müller und Barbara Gwordzek-Müller zu Ehren des Fußball begeisterten Dreigestirns einstudiert hatten. Als Eisbrecherin stieg dann die „Hex von Mennesch“ in die Bütt und konzentrierte sich anlässlich des 111-jährigen Jubiläums der KGO unter dem Titel: „Best of Hex´“ vorwiegend auf Auszüge aus ihren erfolgreichen Vorträgen von 2001 bis 2013. Schlag auf Schlag ging es dann weiter mit einem bemerkenswerten Gardetanz der Kellbach-Funken, gefolgt von „The voice of Owermennesch“ Sarah Schmitz, die in diesem Jahr erstmals von der ebenfalls recht stimmgewaltigen Antonia Schmitz aus Kruft bei ihren fetzigen Darbietungen, wie zum Beispiel „Atemlos“ (Helene Fischer) oder „Tage wie diese“ (Tote Hosen) begleitet wurde. Begeisterten Applaus erhielt auch das Husarencorps, das sich mit Kommandeur Frank Neideck und Regimentskapellmeister German Heuft die Ehre gab. Bevor das Kellbach-Trio mit mehr oder weniger bekannten Liedern aus den vergangenen 30 Jahren den Saal endgültig zum Toben brachte, heizten „De Breiköpp“ aus Wehr (Kurt Gerhartz und seine Töchter Pia und Mira) die Stimmung des Narrenvolkes ordentlich an.
In Schwindel erregender Höhe
Nachdem das Publikum sich in der Pause ein wenig abkühlen konnte, verschlug es ihm beim Auftritt der „Johannishöfer“ fast den Atem. Unter dem Motto: „Gebaut, geschafft, getan“ bauten die „Zimmermänner“ in Windeseile aus massiven Holzbohlen einen Dachstuhl, um dort in zum Teil Schwindel erregender Höhe eine unter der Leitung von Judith Fuchs einstudierte Choreographie zu präsentieren, die von einer unnachahmlichen Akrobatik auf allerhöchstem Niveau geprägt war. Etwas ruhiger ging es dann mit „ER“ und „SIE“, alias Michael und Caroline Hamann weiter, die mit köstlichen Anekdoten aus ihrem Eheleben die Lacher auf ihrer Seite hatten. Sie: „Kannste mir emohl sohn, boführ dau mesch üwerhaupt jeheirot hass?“ – Er: „Jo, für 26 Joahr joov et noch kähn Ferteschgerichte!“.
Glitzerndes Feuerwerk
Die „Owermagics“ entzündeten in dem ohnehin schon angeheizten Hexenkessel mit ihrem Tanz zu Melodien aus dem Musical „Mama Mia“ ein weiteres Feuerwerk. Mit glitzernden Kostümen und akrobatischen Einlagen begeisterten sie das Publikum.
Sandra Finkenstein betreut diese Tanzgruppe seit vielen Jahren und erhielt für ihre unermüdliche Arbeit den Sitzungsorden. Anschließend strapazierte Jürgen Zerwas aus Eich als „Utschebebbes“ die Lachmuskeln der Zuhörer. Das „auswärtige Talent“ beschrieb auf urkomische Art und Weise Begebenheiten aus seinem Alltag und brachte den Applauslevel auf Höchstwerte. Der Umbau auf der Bühne löste bei den Zuschauern Begeisterung aus, denn alles deutete auf einen zweiten Auftritt des „Kelbach-Trios“ hin. Die „Trioten“ entführten die bunte Narrenschar als „böse Piraten vom Lööcher See“ mit „Volle Fahrt, Kellbach-Trio!“ in die Welt der Freibeuter. Eine Liebeserklärung an ihre Heimat, „Menneschs Herz“ animierte den ganzen Saal zum Mitsingen.
Der Überraschungsgast
So ausgelassen die Stimmung zu diesem Zeitpunkt schon war, sie fand ihren Höhepunkt als Sitzungspräsident Frank Post einen Überraschungsgast ankündigte. Obwohl er seine aktive Rednerkarriere schon vor Jahren beendet hatte, ließ „Et Mausje“ (Detlef Milles aus Thür) es sich nicht nehmen, zu Ehren des Dreigestirns noch mal auf die Bretter der karnevalistischen Bühne zu steigen. Das Publikum dankte ihm mit stehenden Ovationen, noch bevor er das erste Wort gesprochen hatte. Und „Et Mausje“ nutzte seine jahrzehntelange Erfahrung, um mit dem Saal zu spielen und ihn von den Stühlen zu reißen. Dass er für seinen grandiosen Beitrag die erste und einzige Rakete des Abends bekam, war mehr als verdient! Er verabschiedete sich mit einem Klassiker: „Et Tigerbüxje“, ein Gag, den sich viele im Saal lautstark gewünscht hatten. Den krönenden Abschluss bildete der Tanzbeitrag der „Golden Girls“. Zu einem Abba-Medley rissen sie die Zuschauer ein letztes Mal zu Begeisterungsstürmen hin und verliehen der Jubiläumssitzung einen glamourösen Abschluss.
Auch die Kellbach-Funken überzeugten mit einer hervorragenden tänzerischen Darbietung.
Volker Schlaus erhielt von seinem Bruder Prinz Peter dem Zweiten den Prinzenorden und von Sitzungspräsident Frank Post den Sitzungsorden der KGO.
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