Joe Wulf and the Gentlemen of Swing eroberten mit Stargast Troy Anderson die Herzen des Publikums in Mendig
Swing und Jazz vom Allerfeinsten
Mendig. Man nehme: Einen begnadeten Posaunisten, sechs hochkarätige Musiker (Trompete, Klarinette, Saxophon, Banjo/Gitarre, Bass und Schlagzeug) und einen Stargast, der die unnachahmliche Virtuosität des Septetts mit atemberaubenden Soli krönt - und fertig ist ein international gefeiertes Ensemble mit dem Namen: Joe Wulf and the Gentlemen of Swing! So einfach ist es selbstverständlich jedoch nicht.
Bis der mehrfach ausgezeichnete Posaunist, Sänger und Bandleader Joe Wulf seine absoluten Favoriten als kongeniale Mitmusiker zu einer Swing- und Jazzband ganz nach seinen Vorstellungen aufeinander eingeschworen hatte, dauerte es immerhin 20 Jahre. Dass diese Zeit sich in jeder Beziehung gelohnt hat, bewiesen Joe Wulf und seine swingenden Gentlemen kürzlich mit einem erstklassigen Konzert im Rahmen der "Nacht der Vulkane" vor einem restlos faszinierten Publikum im Innenhof des historischen Lunnebach-Hofes in der Mendiger Brunnenstraße.
Werke von Satchmo
Im Focus des unvergesslichen Abends standen die Werke des brillanten amerikanische Jazztrompeters und Sängers Louis Daniel „Satchmo“ Armstrong, der am 6. Juli 1971 in New York City im Alter von 70 Jahren starb. Bereits nach den ersten Takten des wunderbaren Louis Armstrong Titels: „I´ve gotta right to sing the Blues“ hatte die Band die Herzen des Publikums im Sturm erobert. Nachdem jedoch Joe Wulf mit seinem ebenso präzise wie harmonisch aufeinander eingespielten Musikerteam die Zuhörer mit bekannten Traditionals wie: „Down in Honky Tonk Town“, „That´s why I like New Orleans“ und dem „Original Dixieland Onestep“ die Jazz- und Swingfans auf Temperatur gebracht hatte, trat eine fast schon andächtige Stille ein.
Andächtige Stille
Der Grund: Stargast Troy Anderson hatte sich auf dem zum Hof hin geöffneten Scheunenboden über der Bühne eingefunden und ließ mit „When it´s sleepy time down south“ oder der berühmten „Bourbon Street Parade“ die Welt des großen Louis Armstrong wie kein Zweiter wieder aufleben. Der Trompeter und Sänger wohnt in New York, ist dort Spiritus Rector des weltberühmten New Orleans Jazz & Heritage Festivals und Gewinner des „Louis Armstrong Award Las Vegas 2011“.
Ungeachtet seiner verblüffenden äußeren Ähnlichkeit mit dem legendären „Satchmo“ verfügt Troy Anderson durch sein geradezu liebenswert natürliche Ausstrahlung, gepaart mit einer ebenso präzisen wie unter die Haut gehenden Virtuosität, über die Aura eines Weltstars.
