Geld- und Sachspenden sowie unentgeltlich geleistete Arbeit ermöglichten die Realisierung des Vorzeigeprojektes
Volkesfeld hat einen neuen Jugendtreff
Volkesfeld. Nachdem die Kreissparkasse Mayen ihre Filiale in Volkesfeld aufgelöst hatte, standen die Räumlichkeiten in der Nettestraße 1 zunächst einmal leer. Anstatt die Immobilie zu verkaufen, beschloss der Volkesfelder Gemeinderat, die erste Etage weiterhin zu vermieten und das Erdgeschoss für die Einrichtung eines Jugendtreffs zu nutzen. Der seit 14 Jahren bestehende Jugendtreff musste sich zunächst die Räumlichkeiten mit der Freiwilligen Feuerwehr Volkesfeld teilen. Von 2000 bis dato trafen die Jugendlichen sich im Dorfgemeinschaftshaus, wo ihnen allerdings kein abgetrennter Bereich zur Verfügung gestellt werden konnte.
Bevor die Umbau- und Renovierungsarbeiten am 10. Mai in Angriff genommen wurden, motivierten die beiden langjährigen Betreuerinnen Ulrike Schonschek und Annette Schnur ihre Schützlinge zur Eigeninitiative, indem sie die Jugend von Anfang an in die Planung des neuen Jugendtreffs mit einbezogen.
Offizielle Eröffnungsfeier
Nun war es endlich soweit: Ortsbürgermeister Rudolf Wingender freute sich anlässlich einer offiziellen Eröffnungsfeier des neuen Jugendtreffs zahlreiche Jugendliche und Ehrengäste, darunter VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, je eine Abordnung der Kreissparkasse Mayen und der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel eG, sowie seine Beigeordneten samt Gemeinderatsmitgliedern und nicht zuletzt viele engagierte Betreuer und freiwillige Helfer/Innen in den hellen und geschmackvoll gestalteten Räumen begrüßen zu dürfen.
Um die Grundlage für dieses einzigartige Zukunftsprojekt der Ortsgemeinde Volkesfeld zu schaffen, engagierten sich neben den Jugendlichen auch Handwerksbetriebe aus dem Ort und der Region in mehr als 300 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden. Außerdem wurde die Realisierung des Projekts u.a. von der Kreissparkasse Mayen mit 1.000,-- Euro und von der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel eG im Rahmen ihrer „Bürgerstiftung“ mit 500,-- Euro unterstützt.
In seiner Begrüßungsrede bedankte Ortsbürgermeister Wingender sich u.a. auch bei der Fa. Gebr. Müller GmbH für deren großzügige Unterstützung sowie bei der Firma BHG, deren Mitarbeiter eine Woche lang täglich anrückten und die Böden, Wände, Türen und Decken der Räumlichkeiten professionell renovierten und gestalteten. „Wenn man das in Geld umrechnen würde, käme man auf einen mittleren vierstelligen Betrag, und wenn man bedenkt, dass die Inhaber des Unternehmens, die Familie Zang, sogar auf eine Spendenquittung verzichtete, kann man sich das in der heutigen Zeit kaum noch vorstellen und es ist alle Ehre wert“, so Ortsbürgermeister Wingender, der noch viele weitere Firmen und Privatpersonen nannte, die sich mit ihrer Arbeitskraft und mit Sachspenden in das Projekt Jugendtreff einbrachten.
„Null-Nummer“ aus finanzieller Sicht
Auf die Frage, wie viel die Gemeinde Volkesfeld für den neuen Jugendtreff bezahlt habe, sagte Rudolf Wingender: „Aufgrund der großzügigen Geld- und Sachspenden und der unentgeltlich geleisteten Renovierungsarbeiten ist das Projekt für die Gemeinde Volkesfeld aus finanzieller Sicht eine „Null-Nummer“.
VG-Bürgermeister Jörg Lempertz gratulierte der Gemeinde Volkesfeld, insbesondere jedoch den Jugendlichen, zu ihrem neuen Treffpunkt. „In ganz Rheinland-Pfalz gibt es nur wenige Gemeinden in der Größenordnung von Volkesfeld, die einen eigenen Jugendtreff haben und Ihr seid dabei! Bemerkenswert ist auch, dass Euer Gemeinderat nicht etwa gesagt hat, wir verkaufen das Gebäude, um unseren Haushalt zu sanieren, sondern sich für die Einrichtung eines Jugendtreffs entschied“, so der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, der den Kids zur Eröffnung ihres Treffpunkts eine Playstation schenkte.
Rudolf Wingender bedankte sich bei den Betreuerinnen Annette Schnur (l.) und Ulrike Schonscheck, die sich seit vielen Jahren für die Volkesfelder Jugend einsetzen, mit je einem Blumenstrauß.
