Spitzenprogramm beim Bunten Abend der Mendiger Kolping-Familie
„Walt Disney und Co.“ auf der Bühne
Mendig. Anlässlich des traditionellen Bunten Abends der Mendiger Kolping-Familie präsentierte Laura Plitzko in ihrer Eigenschaft als charmante Moderatorin am Samstag und am Sonntag (als bestens aufgelegtes Geburtstagskind) im voll besetzten Pfarrheim St. Cyriakus unter dem diesjährigen Motto „Walt Disney und Co.“ ein ebenso anspruchsvolles wie unterhaltsames Programm, das ausschließlich von „Eigengewächsen“ gestaltet worden war. Dazu zählte auch der brillante Alleinunterhalter Wolfgang Portz, der bereits zum 19. Mal für die musikalische Unterhaltung des Abends verantwortlich zeichnete.
Zunächst erzählte eine Stimme aus dem Off (Sandra Plitzko) die Geschichte von der märchenhaften Gründung der Mendiger Kolpingfamilie, die von den als Walt Disney-Figuren auftretenden Vorstandsmitgliedern Ute Zinke, Ulrike Held, Andreas Geisen, Inge Stallknecht, Christian Gelhard, Günter Hansen und Christian Kossmann sehr imposant dargestellt wurde.
Pointen trafen ins Schwarze
Als „Cinderella wider Willen“ zog Lina Kraut mit ihrem klugen und mit treffsicheren Pointen gewürzten Vortrag das närrische Publikum in ihrem Bann. Während sie nur allzu gern in die Rolle einer anderen Figur, wie zum Beispiel Daisy Duck oder Mickey Mouse geschlüpft wäre und sich anstelle eines Prinzen sogar einen Partner wie Goofy oder „Puh der Bär“ gewünscht hätte, stimmten die mitfühlenden Jecken in die sich immer wiederholende Antwort mit ein: „... doch Mama hat´s nicht eingesehen!“ Übrigens schrieb Lambert Gansen den Text und wurde dafür ebenso wie die Vortragskünstlerin mit einem Kolping-Orden geehrt.
Nach einer geradezu anrührenden Gesangsdarbietung von Luisa Pötz („Probier´s mal mit Gemütlichkeit“) bewies Viktoria Diensberg in ihrer Rolle als Kolping-Pressesprecherin sowohl Stil als auch Klasse.
Während sie zunächst sehr einfühlsam daran erinnerte, dass „unsere Chefin Renate Plitzko im vergangenen Jahr von uns gegangen ist“, gelang ihr mit dem Hinweis, dass „sie sich über unsere heutige Feier sicher freut“, ein souveräner Übergang zu den alltäglichen Mendiger Klatsch- und Tratschgeschichten. Ob es um „Rock am Ring“, Stephan Augst (Obermendiger Wanderprediger) oder um den Musikus Wolfgang Portz ging, der seine Zelte im Prinzenpalais aufgeschlagen hat - der pfiffigen Wortakrobatin gelang es spielend, jedes Detail gekonnt in Szene zu setzen.
Sodann bat Laura Plitzko einige Anwesende auf die Bühne, um ihnen für besondere Verdienste den Kolping-Orden zu verleihen. Dazu zählten außer den neuen Mitgliedern Kaplan Peter Zillgen und Denise Rauch auch die fleißigen Helfer Irmgard Müller, Erika Heinemann und Gerd Montermann, die an der Gestaltung bzw. Herstellung des „Mickey-Mouse-Ordens“ maßgeblich beteiligt waren sowie Ute Zinke (Bühnenbild), Hans-Jörg Gelhard (Technik) und nicht zuletzt Margit Lenartz und Susanne Geisen.
Bevor Prinz Timo I. sich mit seinem Gefolge die Ehre gab und gemeinsam mit seinen närrischen Untertanen die beiden Sessionslieder anstimmte, hieß es „Showtime“ mit den „Sunshine Singers“ (Ulrike Held und Sandra Plitzko), die leider auf die musikalische Begleitung von Wolfgang Zinke verzichten mussten, da dieser erkrankt war.
Hommage an die Tollität
Geradezu stimmgewaltig kamen sodann die Kolpingsänger Christoph Kranz, Arndt Spitzlei, Joachim Plitzko, Fred Geilen und Reinhold Euskirchen als „Kolping Rotznasen Pipers“ daher und beeindruckten mit einer Hommage an Prinz Timo I. („Überall jitt et Fans von Prinz Timo“).
Nach einer Pause, in der die Besucher sich mit gutem Essen und erfrischenden Getränken verwöhnen ließen, begeisterten unter anderem Irmgard Müller mit einem zwerchfellerschütternden Vortrag als „Frau mit Verlustängsten“, Laura Plitzko und Daniel Schnack als Wolfi und Lisbeth Michelsberg mit einem ehelichen Zwiegespräch sowie die „Flotten Hüpfer“ Ute Zinke, Ulrike Held, Margit Lenarz und Susanne Geisen als Putzfrauen, die aus dem Nähkästchen plaudern. Vor dem Finale stellte Bütten-Ass Andreas Geisen sein Talent als Solo-Sänger unter Beweis, der ein Lied über so manches Mendiger Ereignis zu singen wusste.
Vor dem Finale stellte Bütten-Ass Andreas Geisen sein Talent als Solo-Sänger unter Beweis.
Geradezu stimmgewaltig kamen die Kolping-Sänger v. rechts: Christoph Kranz, Arndt Spitzlei, Joachim Plitzko, Fred Geilen und Reinhold Euskirchen als „Kolping Rotznasen Pipers“ daher.
Viktoria Diensberg überzeugte in ihrer Rolle als Kolping-Pressesprecherin mit Stil und Klasse.
