Betonwehr durch naturnahe Blocksteinrampe ersetzt
Wehrumbau an der Hammesmühle abgeschlossen
Mayen. Der Umbau der Wehranlage „Hammesmühle“ an der Nette in Mayen ist abgeschlossen. Die neue, naturnahe Blocksteinrampe wird zu einer weiteren wesentlichen Verbesserung der Gewässerflora und -fauna der Nette und einer ökologischen Aufwertung der unmittelbaren Rand- und Uferbereiche beitragen.
Der Umbau ist Teil der Umsetzung des Gewässerpflegeplanes „Nette und Krufter Bach“, des „Flussgebietsentwicklungsprogramm Nette“ und des Maßnahmenprogrammes der „EU-Wasserrahmenrichtlinie“. „Neben den Gewässerpflegeplänen fordern auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie und das Landeswassergesetz die Verbesserungen“, erklärt Meta Wolf-Binder vom Referat für Naturschutz und Wasserwirtschaft. „Bis Ende 2015 soll die Nette von Quelle bis zur Mündung durchgängig sein.“
Die Wehranlage war für den größten Teil der Gewässerfauna nicht zu überwinden und verhinderte somit deren natürlichen Austausch. „Der Umbau der Wehranlage startete im Herbst, durch Hochwasser kam es zu Verzögerungen“, erklärt Wolf-Binder. Die Bau- und Planungskosten betrugen insgesamt 90.000 Euro, die durch das Förderprogramm der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz zu 90 Prozent übernommen werden.
Das Wehr diente ursprünglich der Speisung des Mühlgrabens der Hammesmühle. Das Mühlenambiente und die Möglichkeit der Fischhälterung im Mühlgraben des heute gastronomisch genutzten Betriebes sollten erhalten werden, daher erfolgte die Umgestaltung in eine naturnahe, 50 Meter lange Blocksteinrampe, um die rund zwei Meter Höhenunterschied zu überbrücken. Das für Fließgewässerlebewesen unüberwindbare Querbauwerk aus Beton wurde durch zwölf Riegelreihen aus Natursteinen ersetzt, durch deren Lücken die Fische wandern können.
Pressemitteilung der
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
