Firmenhalle einer Zimmerei in Brohltal-Ost brennt in der Nacht auf Samstag bis auf die Grundmauern ab
20.06.: 110 Feuerwehrleute und Helfer kämpfen gegen die Flammen
Niederzissen. Die Werkhalle der Zimmerei Reimund Müller im Industriegebiet Brohltal-Ost ist in der Nacht zum Samstag ein Raub der Flammen geworden. Der Feueralarm bei der Feuerwehr Brohltal ging um 22.50 Uhr ein. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte die Fabrik bereits lichterloh. Feuerwehren aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und auch Andernach wurden umgehend zur Verstärkung angefordert, sodass rund 110 Feuerwehrleute und Helfer in der Nacht gegen ein Ausbreiten des Großfeuers kämpften. Nachbargebäude wurden durch eine sogenannte Riegelstellung geschützt.
Dichter Qualm drückte zu Boden, nahm die Sicht und roch beißend. Die Behörden warnten die Bevölkerung vorsorglich über die Warn-Apps NINA und KATWARN und forderten dazu auf, Fenster und Türen schließen.
Gegen 3.15 Uhr hatten die vereinten Feuerwehren den Brand unter Kontrolle und umfangreiche Nachlöscharbeiten wurden eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt konnte bereits ein der eingesetzten Kräfte konnte aus dem Einsatz entlassen werden. Um an schwer zugängliche Brandnester zu gelangen und diese gezielt ablöschen zu können, wurde das Technische Hilfswerk hinzugezogen. Ein angeforderter Bagger hat das Brandgut schrittweise auseinandergezogen, sodass freigelegte Glutnester gezielt abgelöscht werden konnten.
Roboter im Einsatz
Zur Unterstützung der Löscharbeiten wurde zudem das Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) der Werkfeuerwehr Lohmann & Rauscher aus Andernach angefordert. Dabei handelte es sich um einen ferngesteuerten Kettenroboter mit einer leistungsstarken Turbine, der insbesondere bei Bränden mit hoher Wärmeentwicklung und schwer zugänglichen Einsatzstellen eingesetzt wird.
Kurz nach acht Uhr am Samstagmorgen war die Arbeit getan. Feuerwehr und Polizei rückten ab. Zurück blieb Zimmerermeister Reimund Müller, der sichtlich betroffen vor der bis auf die Grundmauern abgebrannten Firmenhalle stand, aus der noch vereinzelt Tauchfäden aufstiegen. Vernichtet wurden zudem im Inneren der Halle ein Bagger sowie zwei am Gebäude stehende Firmenfahrzeuge. Wichtig für Müller war jedoch, dass es keinen Personenschaden gegeben hat. Den entstandenen Sachschaden bezifferte der Firmeninhaber gegenüber Blick aktuell „mit rund einer Million Euro“. Über eine mögliche Ursache des Großfeuers konnten werde Feuerwehr, Polizei noch Müller Angaben machen. Das ist jetzt Sache der Brandermittler der Kripo Mayen. GS
Das innere des Gebäudes nach dem Vorfall. Foto: GS
Insgesamt gab es einen Sachschaden von ungefähr einer Million Euro. Foto: GS
Ein kaputter Bagger zwischen den Trümmern. Foto: GS