Feuerwehr im Großeinsatz: Brand bleibt unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten laufen
20.06.: Großbrand in Niederzissen: Feuerwehr verhindert Flammenübergriff
Niederzissen. Am 19. Juni 2026 geriet ein holzverarbeitender Betrieb im Bereich "Im Stiefelfeld" in Niederzissen in Brand. Um 22:50 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Bei ihrem Eintreffen stand das Gebäude bereits in Vollbrand, und rund 110 Feuerwehrleute sowie andere Hilfsorganisationen nahmen den Kampf gegen die Flammen auf.
Die Feuerwehr konzentrierte sich darauf, die benachbarten Gebäude zu schützen. Hierfür wurden Riegelstellungen errichtet, um eine Ausbreitung des Feuers auf angrenzende Objekte zu verhindern. Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle.
Wegen der starken Rauchentwicklung wurde eine Warnmeldung über die Apps NINA und KATWARN herausgegeben. Es bestand die Möglichkeit von Geruchsbelästigungen, Rauch in Bodennähe und damit verbundenen Sichtbehinderungen. Im Bereich der Rauchwolke konnten auch Rußablagerungen auftreten. Die Feuerwehr warnte vorsorglich vor möglichen Gesundheitsgefahren.
Die Anwohnerinnen und Anwohner des betroffenen Gebiets wurden aufgefordert, den Gefahrenbereich zu meiden, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten.
Dank des massiven Einsatzes der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindert werden. Derzeit laufen umfangreiche Nachlöscharbeiten, wobei bereits ein Teil der Einsatzkräfte entlassen wurde. Um schwer zugängliche Brandnester zu erreichen und gezielt zu löschen, wurde das Technische Hilfswerk hinzugezogen. Ein Bagger wird das Brandgut schrittweise auseinanderziehen, damit freigelegte Bereiche gezielt abgelöscht werden können.
Zur Unterstützung der Löscharbeiten wurde das Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) der Werkfeuerwehr Lohmann & Rauscher aus Andernach angefordert. Dieser ferngesteuerte Kettenroboter mit einer leistungsstarken Turbine eignet sich besonders für Brände mit hoher Wärmeentwicklung und schwer zugänglichen Einsatzorten.
Die Warnung für die Bevölkerung über die Apps NINA und KATWARN wurde inzwischen aufgehoben, da nach aktueller Einschätzung keine Gefahr mehr besteht. Der Einsatz wird jedoch voraussichtlich noch bis in die Morgenstunden andauern. Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens können weiterhin keine Angaben gemacht werden. BA