Allgemeine Berichte | 05.06.2026, 07:55 Uhr

Die Autobahn GmbH wird das Bauwerk in den kommenden 14 Tagen untersuchen

Bonner Nordbrücke: Kommunale Task Force beschließt erste Maßnahmen

Symbolbild.Foto: Didgeman/Pixabay

Bonn. Die kommunale Task Force Nordbrücke hat in zwei Sitzungen eine Reihe von Sofortmaßnahmen beschlossen, um auf die Sperrung der Nordbrücke zu reagieren. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst passten umgehend ihre Einsatzplanung an, um in Notfällen schnell reagieren zu können. Auch die Bonner Schulen wurden unverzüglich informiert. Eine sofortige Sperrung der Römerstraße wurde erforderlich.

Laut der Autobahn GmbH besteht gegenwärtig ein Sicherheitsrisiko für die Vorlandbrücke auf der Bonner Seite, was eine vollständige Entlastung der Nordbrücke notwendig macht. Die Rheinbrücke selbst ist nicht betroffen. Die Stadt wurde von der Autobahn GmbH gebeten, Sperrungen unter der Vorlandbrücke vorzunehmen. Betroffen sind die Römerstraße und der Bereich unter der Vorlandbrücke bis vor den Leinpfad, der jedoch frei bleibt. Diese Sperrung ist zunächst für 14 Tage vorgesehen, in denen die Autobahn GmbH das Bauwerk untersucht. Danach erfolgt eine Neubewertung der Situation. Oberbürgermeister Guido Déus äußerte die Hoffnung, dass die Nordbrücke anschließend zumindest für Fuß- und Radverkehr sowie möglicherweise eingeschränkten Individualverkehr freigegeben werden kann. Er steht in Kontakt mit Landes- und Bundesregierung, um den Neubau zu priorisieren und zu beschleunigen.

Die Task Force hat verschiedene innerstädtische Maßnahmen identifiziert, deren Umsetzung umgehend geprüft wird. Dazu zählen unter anderem die Ausweitung von Homeoffice-Regelungen, um den Pendlerverkehr zu reduzieren. Diese Maßnahme wurde bereits für städtische Beschäftigte eingeführt, und Unternehmen in Bonn und der Region werden gebeten, ebenfalls verstärkt Homeoffice anzubieten. Weitere geprüfte Maßnahmen umfassen zusätzliche P&R-Parkplätze, eine Entzerrung von ÖPNV und Individualverkehr, Taktverdichtungen im ÖPNV, Schulbusregelungen, Maßnahmen für die Ost-West-Achse, neue Wegführungen für Radfahrer sowie Ummarkierungs- und Umbaumöglichkeiten von Spurführungen, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Auch die Möglichkeit, anstehende Baumaßnahmen zu verschieben, wird geprüft. Die Task Force Nordbrücke begleitet eng die Prüfungen und die Umsetzung möglicher Maßnahmen zur Entlastung der Situation.

Oberbürgermeister Guido Déus wies darauf hin, dass die Verkehrssituation in Bonn bereits angespannt ist und sich durch die unerwartete Vollsperrung nochmals erheblich verschärft hat. Die Verwaltung arbeitet intensiv an Lösungen, um die Einschränkungen der Mobilität in Bonn so gering wie möglich zu halten, obwohl die begrenzten Kapazitäten des Bonner Straßenraums bewusst sind. Die Situation bleibt problematisch.BA

Symbolbild.Foto: Didgeman/Pixabay

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