Lokalsport | 09.10.2017

Fußball-Rheinlandliga Saison 2017/18 - aktuell

Eisbären verlieren Boden

Sportfreunde Eisbachtal kassieren gegen Morbach die erste Saisonniederlage

Nentershausen. Von allem etwas dabei. So lässt sich die englische Woche der Sportfreunde Eisbachtal zusammenfassen. Ein Sieg, ein Remis und eine Niederlage stehen nach den drei Begegnungen auf dem Ergebniszettel. So büßen die Eisbären fünf der insgesamt sechs Punkte Vorsprung ein.

Sportfreunde Eisbachtal – SG Badem 5:1 (2:0). Eine klare Sache wurde die Partie zwischen den Sportfreunden Eisbachtal und der SG Badem. Am Ende siegten die Hausherren glatt mit 5:1 und untermauerten damit ihre Vormachtstellung in der Rheinlandliga. Und trotzdem war Eisbären-Chef Marco Reiffenscheidt wohl nicht ganz zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Das können wir besser“, gab er nach der Partie zu Protokoll. „Es war schwer für uns, in der vielbeinigen Abwehr Lücken zu finden“. Rund zwanzig Minuten brauchten die Hausherren, um in Führung zu gehen. Moritz Hannappel traf, nach Vorarbeit von Marvin Heibel, zum ersten Treffer an diesem Nachmittag. Noch vor der Pause konnten die Hausherren nachlegen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte sorgte erneut Hannappel für Tor Nummer zwei. Und weil es so schön war, legte Hannappel auch in Hälfte zwei noch einen Treffer nach. Die Partie war gerade einmal sechzig Sekunden wieder am Laufen, da sorgte der Angreifer für eine frühzeitige Vorentscheidung. So schalteten die Gastgeber einen Gang zurück und blieben trotzdem tonangebend. Die weiteren Treffer fielen erst in der Schlussphase. Robin Stahlhofen (80.) und Heibel (90.) besorgten Tor Nummer vier und fünf für die Sportfreunde. Badem kam, zwei Minuten vor dem Spielende, dank Jonas Rees, zum Ehrentreffer. „Wir haben uns heute sehr schwer getan hier zu bestehen. Aber zumindest hat sich meine Mannschaft, trotz der frühzeitigen Entscheidung, nicht ganz aufgegeben und versucht, weiterhin dagegen zu halten“, war Badems Trainer Thomas Schon relativ gefasst – trotz der klaren Niederlage. Sportfreunde Eisbachtal: Erbse, Ju. Hannappel (63. Dietz), Kleinmann, Bulut, Omotezako, Olbrich (36. Schuth), Kögler, Ernet, M. Hannappel (79. Lima), Stahlhofen, Heibel.  

SG Betzdorf – Sportfreunde Eisbachtal 0:0. „Ein 0:0 der besseren Art“, so fassten insgesamt beide Seiten nach dem Westerwaldderby zwischen der SG Betzdorf und den Sportfreunden Eisbachtal die Begegnung zusammen. Vor allem Betzdorfs Coach Marco Weller freute sich über den überraschenden Punktgewinn seiner Mannschaft. „Das war heute ein richtig gutes Spiel, wo wir gegen die beste Mannschaft der Liga bestehen konnten“. Rund 200 Zuschauer erlebten eine kampfbetonte Partie ohne große Tormöglichkeiten. Aufseiten der Gäste war hier nur der Fallrückzieher von Marvin Kögler zu notieren, der ansatzweise in Richtung gegnerisches Gehäuse manövriert werden konnte. Gefährlicher wurde es dagegen auf der anderen Seite. Nach einem Eckball verpasste Ali Yilmaz aus drei Metern, mit seinem Kopfball, wesentlich knapper sein Ziel. In Halbzeit zwei änderte sich am Spielverlauf nicht viel. Meist agierten die beiden Kontrahenten zwischen den Strafräumen, sodass klare Tormöglichkeiten Seltenheitswert hatten. So blieb es am Ende bei der Nullnummer, mit der eben auch Marco Reiffenscheidt leben konnte. „Ich will hier nicht von einem Punktverlust sprechen. Betzdorf stand defensiv sehr stabil und wir haben eben keinen Weg gefunden, um uns entscheidend durchzusetzen.“ Sportfreunde Eisbachtal: Erbse, Ju. Hannappel (46. Schräder), Kleinmann, Schuth, Bulut, Omotezako, Hoppe, Kögler, Ernet (79. Lima), M. Hannappel, Stahlhofen (83. Habezettl).

Sportfreunde Eisbachtal – SV Morbach 0:1 (0:0). Nach gut einem Drittel erwischte es nun auch die Sportfreunde Eisbachtal. Gegen den SV Morbach unterlag das Team aus dem Westerwald dem SV Morbach durch einen Treffer von Casmir Ogbonna Mbachu (63.) knapp mit 0:1. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden. Morbach hatte heute einfach den größeren Siegeswillen und uns damit am Ende auch den Schneid abgekauft,“ gestand Marco Reiffenscheidt ein. Zwar waren die Gäste während der neunzig Minuten das dominierende Team, aber es gab eben kein Mittel, gegen die kompakte Defensive aus dem Hunsrück vorzugehen. „Genau das war unser Ziel, dass wir mit unserem Abwehr-Riegel den Eisbachtaler Angriffswirbel unterdrücken“, freute sich Morbachs Chef Thorsten Haubst über seinen Taktikerfolg. Allerdings vergaß der Chef der Hunsrück, dass er auch an diesem Tag einen bärenstarken Keeper in seinen Reihen hatte. Denn Lukas Gibbert hielt, wenn einmal ein Eisbär durchbrechen konnte, einfach alles. Sowohl Masaya Omotezakos 25 Meter Kracher als auch Möglichkeiten von Robin Noppe und Moritz Hannappel wurden Beute des Morbacher Schlussmannes. Und auch in Halbzeit zwei blieb Gibbert unbezwingbar und rettete den knappen Vorsprung über die Zeit. Sportfreunde Eisbachtal: Erbse, Dietz, Ju. Hannappel (16. Schräder), Kleinmann, Haberzettl, Omotezako, Noppe (74. Lima), Ernet, M. Hannappel, Kögler, Stahlhofen (46. Schuth).

TH

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