Rohrbruch in der Kläranlage in Puderbach
Feuerwehr verhindert Schaden für die Umwelt
Faulwasser nicht in Holzbach gelangt
Puderbach. Am Mittwoch, 22. Januar wurde durch die Werkleitung der Verbandsgemeinde Puderbach über die Leitstelle Montabaur die Feuerwehr zur Kläranlage Hölzchens Mühle gerufen. Wie es sich herausstellte, war im neu errichteten Faulturm irgendwo wahrscheinlich ein Rohr gebrochen. Auf jeden Fall kam den Wehrleuten und den Mitarbeiter das Faulwasser durch die angrenzende Halle entgegen. Die Brühe verteilte sich über das Gelände, sofort wurden Sperren, auch mittels Bagger errichtet, sodass das Faulwasser nicht in den Holzbach gelangen konnte. Durch die große anfallende Menge wurden neben der Feuerwehr Puderbach auch die Wehren aus Raubach und Dernbach alarmiert. Aus der VG Dierdorf waren Dierdorf, Großmaischeid, Kleinmaischeid und Marienhausen vor Ort. Dies war erforderlich, da ein Höchstmaß an Pumpen gebraucht wurde, um die Brühe auf dem Gelände zu halten. Sie wurde in diverse Klär- und Auffangbecken gepumpt. Insgesamt waren in der Spitze 14 Pumpen im Einsatz. Die Stärke der Einsatzkräfte belief sich auf 70. Den Feuerwehren gelang es durch den konzentrierten Einsatz, dass kein Schlamm- und Faulwasser in den Holzbach gelangte. Alles konnte auf dem Gelände gehalten werden. Was genau passiert ist, steht noch nicht fest, da die Untersuchungen erst beginnen können, wenn alles abgelaufen ist und sich die Faulgase verzogen haben. Der Einsatz dauerte am Abend immer noch an. Werkleiter Eckhardt Gönner war am Abend sichtlich erleichtert, dass keine Umweltschäden entstanden sind. „Die Feuerwehren haben es durch den effektiven und schnellen Einsatz sehr gut hinbekommen, das Abwasser auf dem Gelände zu halten“, meinte er zu später Stunde. Fakt ist, dass die Stromproduktion, die im Klärwerk über die Gasgewinnung im Faulturm gespeist wird, für längere Zeit zum Erliegen kommt.
„Wie lange die Reparatur dauert, kann ich noch nicht sagen. Dann wird es Wochen dauern, bis der Turm wieder die entsprechende Temperatur hat und arbeiten kann. Bis dahin kann kein Strom produziert werden. Bis dahin müssen wir Strom aus dem Netz beziehen und von unserer Photovoltaikanlage“, erklärte Gönner.
Pressemitteilung Feuerwehr VG Dierdorf/Puderbach
