Aus dem Polizeibericht
Jugendschutzkontrollen in Koblenz
Koblenz. Am 04.07.2024 führten Polizeibeamte des Gemeinsamen Sachgebietes Jugend (GSGJ), der Bundespolizei, die Jugendschutzfachkraft des Jugendamtes und Mitarbeiter des Ordnungsamtes zum dritten Mal gemeinsame Jugendschutzkontrollen in Koblenz durch. Mehrere Teams besuchten während der allgemeinen Öffnungszeiten insgesamt 18 Supermärkte, Elektromärkte, Einzelhandelsgeschäfte, Shisha-Shops und Kioske, um Testkäufe durchzuführen. Die minderjährigen Testkäufer, die von der Höheren Berufsfachschule Polizei und Verwaltung in Lahnstein rekrutiert und vorbereitet wurden, durften die Verkäufer nicht zum Gesetzesverstoß drängen.
In 11 von 18 Fällen gaben die Verkäufer dennoch bereitwillig alkoholische Getränke oder Zigaretten an die minderjährigen Testkäufer ab, obwohl entsprechende Jugendschutzhinweise an den Kassen angebracht und die Kassensysteme mit akustischen oder visuellen Warnsignalen ausgestattet waren. Besonders schwerwiegend war, dass mehrere Verkäufer trotz Ausweiskontrollen die verbotenen Waren an die Minderjährigen aushändigten. Die gesetzlichen Vorgaben besagen klar: kein Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahren und kein Branntwein oder Zigaretten an Jugendliche unter 18 Jahren. Verstöße können Ordnungswidrigkeitenverfahren nach sich ziehen und mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
Positiv hervorzuheben ist, dass sich 7 von 18 Verkäufern korrekt verhielten. Sie erhielten im Nachgang ein positives Feedback für ihr vorbildliches Verhalten. Die beteiligten Behörden sind sich jedoch einig, dass dieser Erfolg für einen effektiven Jugendschutz noch nicht ausreicht. Daher werden die gemeinsamen Jugendschutzkontrollen von Polizei, Jugendamt und Ordnungsamt unter Beteiligung des Zolls auch zukünftig fortgeführt.
Täter identifiziert
Koblenz. In Bezug auf die bereits veröffentlichten Warnmeldungen der Polizei Koblenz zu mit Nägeln bestückten Hundeködern im Bereich des Zentralplatzes in Koblenz wurde am Abend des 16. Juli ein 70-jähriger Mann aus Koblenz als Tatverdächtiger identifiziert. Der Mann ist bereits wegen ähnlicher Fälle bekannt. Bei der Absuche des Zentralplatzes wurden verschiedene Köder gefunden und sichergestellt. Die Polizei rät Hundehaltern weiterhin, aufmerksam auf verdächtige Gegenstände wie Wurst- oder Fleischstücke zu achten. Die Ermittlungen gegen den tatverdächtigen Mann werden von der Kriminalinspektion Koblenz 1 geführt und dauern an.
ROB
