Ratgeber | 29.01.2026

Von polnischen Faworki bis schwedischen Semla

Karnevalsgebäck aus aller Welt

Die polnische „Faworki“ werden auch „Liebesschleifen“ genannt. Foto:pixabay.com

(BZfE) Wenn die fünfte Jahreszeit ihren Höhepunkt erreicht, darf ausgelassen gefeiert und geschlemmt werden. In vielen Teilen der Welt gehört zum Karneval süßes und meist fettreiches Gebäck traditionell dazu – von knusprigen Faworki aus Polen bis zu schwedischen Semla mit Sahnehäubchen. Die vielseitigen Fastnachtsspezialitäten haben einen religiösen Ursprung: Im Christentum beginnt am Aschermittwoch die bis Ostern dauernde Fastenzeit, in der in früheren Zeiten tierische Produkte wie Eier, Butter und Schmalz nicht erlaubt waren. Daher nutzen die Menschen die leicht verderblichen Lebensmittel für fettreiches Gebäck zu Karneval.

Während die Deutschen gerne Krapfen und Mutzenmandeln essen, genießt man in Italien „Chiacchiere“ ein traditionelles Gebäck aus dem venezianischen Karneval. Der Name bedeutet wörtlich übersetzt „Plauderei“ oder „Gerede“ und soll die fröhliche Karnevalsatmosphäre widerspiegeln. Man bereitet gewellte Teigstreifen zu, die in heißem Fett ausgebacken, mit Puderzucker bestreut oder mit Schokolade überzogen werden. Das französische Pendant sind „Bugnes“, im Süden auch „Merveilles“ und in der Provence „Oreillettes“ genannt.

Für polnische „Faworki“ („Liebesschleifen“) wird ein Sahneteig in Rauten geschnitten. Für die typische Schlinge schneidet man die Form in der Mitte ein und zieht ein Ende durch das Loch. In Luxemburg dagegen wird das Schmalzgebäck („Verwurelter“) zu kleinen Knoten geformt, goldgelb frittiert und mit Puderzucker bestäubt.

Es gibt aber auch närrische Spezialitäten, die nicht in Fett ausgebacken werden. So ist aus Skandinavien ein mit Kardamom gewürztes Hefegebäck mit Mandelcreme und Sahnefüllung bekannt. In Schweden heißt es „Semla“ und in Finnland „Laskiaispulla“. In Island isst man zu Karneval nach alter Tradition „Vatnsdeigsbollur“ aus Brandteig. Sie erinnern an deutsche Windbeutel mit einer Füllung aus Sahne und Marmelade und einer Schokoladenglasur.

Aus Frankreich kam der „Mardi gras“ (französisch „fetter Dienstag“) nach New Orleans. Zum karnevalistischen Treiben wird dort ein ringförmiger „King Cake“ gebacken und mit Zuckerguss und Streuseln in den typischen Farben Lila, Grün und Gold eingefärbt. In einem Kuchenstück steckt eine Babyfigur aus Porzellan oder Plastik, die dem Finder oder der Finderin Glück und Wohlstand bringen soll.

Krapfen und Co. sind also international vor allem in der Karnevalszeit weit verbreitet. Ohne Spaßverderber sein zu wollen unterstreicht das Bundeszentrum für Ernährung: Fakt ist, dass sie als „Grundlage für lange Feiern“ eigentlich mehr schlecht als recht taugen. Eine ausgewogene Mahlzeit vor dem Karnevalszug oder dem Feiern ist dafür besser geeignet.

Quelle:Heike Kreutz, www.bzfe.de

Die polnische „Faworki“ werden auch „Liebesschleifen“ genannt. Foto:pixabay.com

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