Termine | 08.06.2026

Lehmkuhlefest und Fahnenschwenken

Lehmkuhlefest und Vorgebirgsmeisterschaft im Fahnenschwenken in Merten-Heide 2026

100-jährigen Bestehen des Verein

Merten-Heide. Der Junggesellenverein Männer-Reih „Einigkeit 1852“ Merten-Heide e.V. lädt am 18. und 19. Juli 2026 zum 41. Lehmkuhlefest auf den Lehmkuhleplatz in Merten-Heide ein. Das traditionsreiche Festwochenende bietet erneut Gelegenheit, Menschen aus Merten, dem Vorgebirge und der gesamten Region zusammenzubringen und gemeinsam Brauchtum, Geselligkeit und Gemeinschaft zu erleben.

Samstags

Das Lehmkuhlefest beginnt am Samstag, den 18. Juli 2026, ab 18:00 Uhr mit einem stimmungsvollen Abend auf dem Festplatz. Die Besucherinnen und Besucher erwartet Live-Musik, frisches Essen, Sangria, Aperol und natürlich Kölsch. Im Mittelpunkt stehen geselliges Zusammensein, gute Stimmung, Spaß und Tanz.

Für die musikalische Gestaltung sorgen in diesem Jahr Heiko & Mo sowie DJ Mario. Heiko & Mo sind ein kölsches Musikduo, bestehend aus Heiko Mürkens und Timo „Mo“ Hamacher. Bekannt sind sie für handgemachte Musik mit Gitarre, Akkordeon, Keyboard und Gesang. Ihr Repertoire reicht von Rock und Country-Southernrock über kölsche Töne bis hin zu Schlager.

Familientag sonntags

Der Sonntag ist beim Lehmkuhlefest inzwischen traditionell ein Familientag. Bis 14:00 Uhr gibt es Kinderspiele für die jüngeren Gäste. Darüber hinaus lädt ein Kuchenbuffet am Nachmittag zum Verweilen ein, aber natürlich ist auch der Grill sonntags geöffnet. Damit soll der Sonntag bewusst einen offenen und familienfreundlichen Rahmen bieten, bevor am Nachmittag das Fahnenschwenken folgt.

Fahnenschwenken sonntags

Am Sonntag, den 19. Juli 2026, richten wir im Rahmen des Lehmkuhlefestes die Vorgebirgsmeisterschaft im Fahnenschwenken aus. Die Fähnrichbesprechung beginnt um 14:15 Uhr, der Start der offiziellen Vorgebirgsmeisterschaft ist für 15:00 Uhr vorgesehen.

Für uns ist dies auch mit einem besonderen historischen Bezug verbunden: Bereits 1946, also vor 80 Jahren, konnte Johann Heck für unseren Verein die Vorgebirgsmeisterschaft gewinnen. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns besonders, die Meisterschaft in diesem Jahr selbst in Merten ausrichten zu dürfen.

Im Rahmen der Veranstaltung werden folgende Preise ausgeschwenkt:

- Vorgebirgsmeisterschaft

- Haltungspokal

- 80 Jahre Vorgebirgsmeisterschaft Sonderpokal (ausschließlich für Fähnriche aus dem Vorgebirge)

Alle Preise werden im Rahmen der Vorgebirgsmeisterschaft ausgeschwenkt.

Junggesellenverein Männer-Reih „Einigkeit 1852“ Merten-Heide e.V.

Der Junggesellenverein Männer-Reih „Einigkeit 1852“ Merten-Heide zählt zu den traditionsreichsten Vereinen der Region. Seit seiner Gründung engagiert er sich für die Pflege des Brauchtums und die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Ort. Über Generationen hinweg hat der Verein das Dorfleben mitgeprägt und zahlreiche Veranstaltungen organisiert.

Dabei versteht sich der Verein nicht nur als Bewahrer von Traditionen, sondern auch als aktiver Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Veranstaltungen, Feste und gemeinsame Aktivitäten schaffen Begegnungen zwischen den Generationen und tragen dazu bei, das Gemeinschaftsgefühl in Merten lebendig zu halten.

Ein besonderer Ausdruck dieses Engagements ist das Lehmkuhlefest. Seit mehr als vier Jahrzehnten verbindet es Geselligkeit, Unterhaltung und Brauchtumspflege und hat sich zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Region entwickelt. Jahr für Jahr besuchen zahlreiche Gäste aus Merten, dem Vorgebirge und den umliegenden Orten das Festwochenende.

Darüber hinaus bietet das Lehmkuhlefest Vereinen, Familien, Freunden und Nachbarn einen Anlass, gemeinsam Zeit zu verbringen und bestehende Kontakte zu pflegen oder neue Bekanntschaften zu schließen. Damit steht die Veranstaltung beispielhaft für die Werte, die der Verein seit seiner Gründung vertritt: Gemeinschaft, Zusammenhalt und Verbundenheit mit der Heimat.

Weitere Infos gibts auch unter https://www.maennerreih-merten.de/

80 Jahre Vorgebirgsmeisterschaft

1946 siegte Johann Heck für den Junggesellenverein Merten-Heide

„Wenn der Mann dat Fähndel schwenk, spöngt die Frau Frau över Stöhl un Bank. Juhz die Flöt un bumms die Trumm, alles steht und staunt rundöm“

So beginnt schon seit jeher eine bekannte Liedtextvariante des rheinischen Fähndelschwenkmarsches. Eine spezielle Form des Fahnen- oder Fähndelschwenkens hat sich beiderseits der Köln-Bonner-Bucht über das Vorgebirge, die Voreifel und Eifel, das Ahrtal, den Westerwald, das Siebengebirge und über den Rhein-Siegbereich entwickelt. Das Fähndelschwenken ist dabei ein sichtbares Symbol und ein Aushängeschild von vielen Junggesellenvereinen, Männereien, Maiclubs, Maigesellschaften, aber auch von Schützenbruderschaften.

So auch vom Junggesellenverein Merten-Heide 1852, der später noch um eine Männerei (verheiratete „Altjunggesellen“) erweitert wurde. Josef Mandt, Heinrich Mandt und Johann Heck zählten Ende der 1940er und der 1950er zu dessen namhaften Vertretern und konnten viele Fähnrichsmeisterschaften im Namen des Vereins für sich entscheiden. Dazu zählen u. a. die Vorgebirgsmeisterschaft, die Siebengebirgsmeisterschaft, der linksrheinische Meistertitel sowie die Westdeutsche Meisterschaft. Aber auch Wanderpokale wie der „Steinadler vom Rhein“ zählen dazu.

Brauchtum, Hobby oder Sport, das Fähndelschwenken der Junggesellen bietet vieles, wenn man etwas für sich oder andere bewegen möchte.

„Die Regel“ - eine fest vorgegebene Reihenfolge von Figuren - ist das Erste, was ein Fähnrich lernen sollte. In ihr sind die grundlegenden Handgriffe des Schwenkens verankert und sie ist ein fester Bestandteil einer jeden Meisterschaft. Der Fähnrich lernt dadurch die Eigenschaften der Fahne und deren „Ausgewogenheit“ kennen, aber vor allem sollte er dabei die Haltung erlernen. Die Regel symbolisiert den jahrhundertealten und auch den militärischen Ursprung des Fahnenschwenkens.

Der „Ehrgeiz“ eines Fähnrichs zeigt sich in der Disziplin des Erlernens der Haltung und der Sauberkeit (Wurf- und Schwenkform) der verschiedenen Figuren. Dies unterscheidet oft das Schau- und Freundschaftsschwenken vom Preis- und Meisterschaftsschwenken. Dies gilt zumal bei den letzten beiden Wettkampfarten: Ein Fähnrich muss in der Lage sein, die entsprechenden Figuren dreimal hintereinander mit der linken Hand und dreimal hintereinander mit der rechten Hand zu werfen. Erst dann können sie vom Preisgericht mit Punkten bewertet werden. Jeder Fähnrich hat seine „Schokoladenseite“ und hier ist eine Synchronität mit beiden Händen gefragt.

Merten-Heide ist nun in diesem Jahr Ausrichtsort der „Vorgebirgsmeisterschaft im Fähndelschwenken“, 80 Jahre, nachdem ein Fähnrich vom Junggesellenverein Merten-Heide, Johann Heck, 1946 diese Meisterschaft für sich und den Verein entscheiden konnte. Die Vorgebirgsmeisterschaft zählt neben der Siebengebirgs-, Rheinland- und der Westdeutschen Meisterschaft zu den ältesten Meisterschaftstiteln im Rheinland.

Ausgerichtet wird die diesjährige Meisterschaft im Rahmen des „Lehmkulenfestes“ des Junggesellenvereins Männerei Merten-Heide am Sonntag, 19.07.2026. Gegen 15:00 Uhr treten die Fähnriche der Junggesellenvereine in den Vordergrund. Neben dem Wanderpokal und der Wanderschärpe zum Vorgebirgsmeister wird es einen Pokal für die beste Haltung sowie einen Sonderpokal 80 Jahre Vorgebirgsmeisterschaft geben.

Bei der Schnelligkeit des Schwenkens und oft für die Augen des Zuschauers nicht direkt sichtbar, entscheiden kleine Drehungen des Handgelenks über die Art sowie den Schwierigkeitsgrad einer Figur.

Plakat Samstag

Plakat Samstag Foto: JGV Männer-Reih Merten

Plakat Sonntag

Plakat Sonntag Foto: JGV Männer-Reih Merten

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100-jährigen Bestehen des Verein Foto: JGV Männer-Reih Merten

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