Eine vermeintliche Fahrerflucht nimmt eine überraschende Wendung
Meckenheim: Unfallflucht oder Trunkenheit am Steuer?
Meckenheim. Am Morgen des Donnerstags, 29. Juni 2023, suchte eine 53-jährige Frau die Polizeiwache in Meckenheim auf, um einen vermeintlichen Unfallfluchtschaden an ihrem Fahrzeug zu melden. Sie traf gegen 10:25 Uhr ein, in der Absicht, den Vorfall offiziell zu protokollieren, wie die Polizei Bonn mitteilte.
Die Beamten begannen jedoch, bei der genaueren Untersuchung des beschädigten Fahrzeugs ihre Zweifel zu hegen. Der Schaden, der sich am unteren Teil der Stoßstange befand, schien weniger auf die Interaktion mit einem anderen Auto, sondern eher auf einen Zusammenstoß mit einer Mauer hinzuweisen. Dies war die Schlussfolgerung, die aufgrund der gefundenen Spuren gezogen wurde.
Darüber hinaus ergaben sich während der Anhörung der Frau deutliche Anzeichen dafür, dass sie möglicherweise Alkohol konsumiert hatte. Ein von ihr freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest bestätigte schließlich diese Vermutung: Sie hatte einen Wert von ungefähr 2,7 Promille.
Infolgedessen wurde die Frau gebeten, die Beamten in ein Krankenhaus zu begleiten, wo ihr eine Ärztin eine Blutprobe entnahm. Nach der Erstellung des Anzeigedokuments und der Beschlagnahmung ihres Führerscheins wurde die 53-Jährige entlassen. Ihr steht nun ein Ermittlungsverfahren bevor, das auf Verdacht der Trunkenheit im Straßenverkehr, des Vortäuschens einer Straftat und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort beruht. BA
