Blaulicht | 09.10.2026, 09:51 Uhr

Polizei warnt vor Betrugsmasche

Seniorin durch angebliches Fluch-Ritual um mehrere Tausend Euro betrogen

Symbolbild
163

Euskirchen. Am Mittwoch, dem 7. Oktober, fiel eine 68-jährige Frau aus Euskirchen einem raffinierten Betrug zum Opfer.

Eine unbekannte Frau sprach sie in der Innenstadt von Euskirchen an und überzeugte sie, dass ein Fluch auf ihr laste. Dieser Fluch, so behauptete die Fremde, könnte auch ihren Sohn betreffen, falls kein Ritual durchgeführt werde. Der Vorfall ereignete sich zwischen 14 und 16 Uhr in der Veybachstraße.

Um den vermeintlichen Fluch abzuwenden, forderte die Betrügerin die Seniorin auf, mehrere Tausend Euro in ein Küchentuch zu wickeln und es ihr zu übergeben. Die Frau folgte der Anweisung und übergab das Geld.

Die Unbekannte band das Tuch mit einem Faden zu, murmelte einige angeblich magische Worte und gab es der 68-Jährigen zurück. Diese sollte anschließend über Nacht auf dem Küchentuch und dem angeblich gesegneten Geld schlafen.

Am nächsten Morgen öffnete die Geschädigte das Tuch und stellte fest, dass das Bargeld verschwunden war. Stattdessen fand sie lediglich Papiertücher darin vor. Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Sie betont, dass man sich nicht durch angebliche Flüche, Unglücksvorhersagen oder angeblich notwendige Rituale unter Druck setzen lassen sollte. Betrüger nutzen gezielt Ängste und die Sorge um Angehörige aus, um ihre Opfer zur Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen zu bewegen.

Um sich zu schützen, rät die Polizei, Ruhe zu bewahren und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Forderungen nach Geld oder Wertgegenständen sollten ignoriert werden, insbesondere wenn sie von Fremden kommen.

Misstrauen ist geboten, wenn Unbekannte Geld verlangen und dabei Angst um die Familie schüren. Gespräche mit solchen Personen sollten beendet und Abstand gehalten werden. Im Zweifel sollte ein belebter Ort aufgesucht werden, um Hilfe zu erhalten.

Ältere Menschen sollten über solche Betrugsmaschen informiert werden, und verdächtige Begegnungen sollten mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen besprochen werden. Wer einen Betrugsversuch beobachtet oder selbst betroffen ist, sollte die Polizei informieren. In akuten Fällen kann die 110 gewählt werden. Nach einem Betrug sollte Anzeige erstattet und vorhandene Hinweise gesichert werden.

Personen, die verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Vorfall gemacht haben oder Hinweise zur unbekannten Betrügerin geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Euskirchen zu melden.

BA

Weitere Themen

Symbolbild Foto: lettas - stock.adobe.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Jahreskampagne 5. Anzeige  Seilbahn der Kinder
Imageanzeige Dauerauftrag 10/2025
Angebotsanzeige (Oktober)
Anzeige
70 Jahre Spielmannszug
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  / Kampagne Rheinschiene, KW 30-51
Stellenanzeige Tankwagenfahrer
Empfohlene Artikel
Symbolbild
180

Euskirchen. Am Dienstag, dem 6. Oktober, gegen 11:30 Uhr, erschien ein 37-jähriger Mann aus Euskirchen auf der örtlichen Polizeiwache. Er war nach eigenen Angaben eingeladen worden, um in einem Strafverfahren als Zeuge auszusagen. Der Termin entwickelte jedoch eine unerwartete Dynamik.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Ausblick vom Heinrich-Raulwing-Platz
346

Mayen. Rund 40 Wanderer des Eifelvereins Mayen machten sich mit dem Bus auf den Weg nach Beuren. Ausgangspunkt der Wanderung war Beuren Hohe Loy. Zunächst ging es am großen Solarpark Eifel entlang, bevor die Wandergruppe in einen ganz besonderen Wald eintauchte: den Feenwald. Ein von Bäumen gesäumter Pfad vermittelte hier eine beinahe märchenhafte Atmosphäre. Zwischen dichtem Grün und knorrigen Baumstämmen verstecken sich an sieben Stationen Figuren von Feen und Kobolden.

Von Heinke Fuchs aus Mayen

Weiterlesen

Dank des Einsatzes der Rüstigen Rentner steht am beliebten Aussichtspunkt in der Burggrafenstraße nach der Zerstörung der bisherigen Sitzbank wieder eine attraktive Sitzgruppe mit herrlichem Blick über Sinzig und das Rheintal zur Verfügung.
177

Rüstige Rentner schaffen kurzfristig Ersatz

Neue Sitzbänke am beliebten Aussichtspunkt Burggrafenstraße

Sinzig. Der bei vielen beliebte Aussichtspunkt an der Burggrafenstraße kann wieder als Rastplatz genutzt werden. Nachdem die dort aufgestellte Sitzbank vor wenigen Tagen mutwillig beschädigt worden war, haben die Rüstigen Rentner gemeinsam mit Ortsvorsteher Reiner Friedsam kurzfristig für Ersatz gesorgt.

Von Reiner Friedsam aus Sinzig

Weiterlesen