Allgemeine Berichte | 13.07.2026

Stadt Montabaur

Stadtarchiv ist jetzt im Quartier Süd

Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher besuchte die neuen Räume des Stadtarchivs und ließ sich von Stadtarchivar Dennis Röhrig (r.) und FSJ‘ler Jan Weitz zeigen, wie Archivregal verschoben werden.

Montabaur. Geschwister-Scholl-Straße 11 lautet die neue Adresse des Montabaurer Stadtarchivs.

Mitten im Quartier Süd hat die Einrichtung eine der alten Werkhallen und die dazugehörigen Büro- und Lagerräume bezogen. Nun befindet sich der gesamte Bestand an einem Ort. Außerdem sind die Lagermöglichkeiten für viele alte Dokumente und die Arbeitsbedingungen für Stadtarchivar Dennis Röhrig und sein Team in den ebenerdigen Räumen besser als am alten Standort im Rathaus unterm Dach.

Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher besuchte das Archiv nach dem Umzug.

Der Auszug aus dem Rathauskomplex am Konrad-Adenauer-Platz war nötig geworden, weil die Verwaltung bald in das neue Verbandsgemeindehaus umziehen wird. Die bisherigen Räume des Stadtarchivs waren technisch eng verbunden mit der Verwaltung und sollen mit dem VG-Rathaus zusammen verkauft werden. Nach langer Suche hat die Stadt im Quartier Süd ein geeignetes Domizil für ihre Geschichte gefunden. In der angemieteten Werkhalle lagert der Bauhof außerdem die Weihnachtsbeleuchtung und weiteres Material. „Es hat sich gut gefügt, dass das Stadtarchiv hier mit einziehen konnte“, sagte Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher bei ihrem Besuch. Sie betonte, dass der Umzug das vorgesehene Budget von 85.000 Euro deutlich unterschritten hat. „Wir haben rund 35.000 Euro gespart. Mein Dank gilt allen, die mit angepackt haben.“

Stadtarchivar Dennis Röhrig hat den Umzug genutzt, um einige grundlegende Arbeiten anzugehen: So ließ er sämtliche alte Bauakten seit den 1870er Jahren einer Trockenreinigung und Entmetallisierung unterziehen und verwahrt sie nun in neu angeschafften Archivkartons, wo sie vor säurebedingtem Zerfall, Klimaschwankungen, Lichteinflüssen, Staub und Ungeziefer geschützt sind. Die Lagerkartons füllen jetzt einen Teil der neuen Rollregale, die auf Schienen montiert sind und mit Hilfe von Kurbeln bewegt werden können – auch das eine Neuanschaffung. Regale, Spezialkartons und Aktenreinigung wurden mit Landesmitteln in Höhe von 30.000 Euro bezuschusst.

Für großformatige Dokumente aus den vergangenen Jahrhunderten gibt es nun einen fachgerechten Kartenschrank mit vielen Schubladen, in dem sie gut geschützt verwahrt werden. Zuvor wurden die Großformate digitalisiert, wie Jan Weitz berichtet, der derzeit sein freiwilliges soziales Jahr im Stadtarchiv absolviert und diese so wie viele andere Arbeiten rund um den Umzug erledigt hat. Eine Besonderheit ist auch der Quarantäne-Container, der in der Lagerhalle steht: Neu eingehende Dokumente, zum Beispiel aus Nachlässen, werden hier in Kunststoffboxen luftdicht verpackt und für einige Wochen stehen gelassen. „Falls sich Schädlinge wie Papierfische darin befinden oder Schimmelsporen können wir diese so isolieren und vermeiden, uns diese ins Haus zu holen“, erklärt Röhrig die Funktion des Containers. Während des Umzuges hatte Röhrig alleine rund 80 Umzugskartons gefüllt mit Nachlässen gesichtet, eingepackt, beschriftet und auch wieder ausgepackt sowie einsortiert „Ich bin froh, dass wir jetzt alles hier an einem Ort haben und das Nebenlager in der Stadthalle Haus Mons Tabor auflösen konnten.“ Besucher empfängt er in seinem Büro, das zugleich als Lesesaal dient.

Das neue Stadtarchiv befindet sich in der Geschwister-Scholl-Straße 11 im Quartier Süd in Montabaur. Der Eingang liegt von der Straße aus gesehen rechts hinter dem Gebäude. Wer das Archiv besuchen möchte, sollte vorab einen Termin vereinbaren und dann bei Ankunft einfach um das Gebäude herumgehen und dort neben dem Eingang klingeln. Termin vereinbaren unter Telefon 02602 / 126-376 oder per E-Mail an stadtarchiv@montabaur.de. Die üblichen Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils von 9.00-13.00 Uhr und von 14.30-17.30 Uhr.

Pressemitteilung Stadt Montabaur

Viele der alten Bauakten wurden noch handschriftlich geführt. Nun werden sie gut geschützt in den neuen Spezialboxen verwahrt.

Viele der alten Bauakten wurden noch handschriftlich geführt. Nun werden sie gut geschützt in den neuen Spezialboxen verwahrt. Foto: VG Montabaur / Christina Weiß

Geschwister-Scholl-Straße 11 lautet die neuen Anschrift des Stadtarchivs. Der Eingang befindet sich rechts hinter dem Gebäude.

Geschwister-Scholl-Straße 11 lautet die neuen Anschrift des Stadtarchivs. Der Eingang befindet sich rechts hinter dem Gebäude. Foto: VG Montabaur / Christina Weiß

Weitere Themen

Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher besuchte die neuen Räume des Stadtarchivs und ließ sich von Stadtarchivar Dennis Röhrig (r.) und FSJ‘ler Jan Weitz zeigen, wie Archivregal verschoben werden. Foto: VG Montabaur / Christina Weiß

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Imageanzeige Werbeplan 2026
Imageanzeige - Dauerauftrag
150 Jahre Zeitungstradition
150 Jahre Zeitungstradition
Stellenanzeige / 150 Jahre Zeitungsgeschichte
150 Jahre Blick Zeitungstradition
Lossprechungsfeier Schreiner-Innung
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die TuS Koblenz freut sich auf Euren Besuch
189

Koblenz. Die TuS Koblenz lädt am Samstag, 25. Juli 2026, zum großen Sommerfest ins Stadion Oberwerth ein. Von 13 bis 22 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Neben der offiziellen Mannschaftsvorstellung steht ein bunter Mix aus Unterhaltung, Musik und Mitmachaktionen auf dem Programm.

Von Marcel Günther aus Koblenz

Weiterlesen

Ein weiterer wunderschöner Sommerabend am Vallendarer Rheinufer.
2293

Sundowner am Rheinufer

Volles Rheinufer und beste Stimmung

Vallendar. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen ließen es viele Gäste etwas entspannter angehen, doch mit den angenehmeren Abendstunden füllte sich das Rheinufer am 9. Juli zusehends, und bald entstand wieder die besondere Atmosphäre, die den Sundowner der Bemoosten ausmacht.

Von Große Karnevalsgesellschaft Die Bemoosten aus Vallendar

Weiterlesen