Polizeieinsatz in Siegburg: Schwere Verletzungen nach Messerattacke
Tatverdächtiger verschanzt sich auf Dach und wirft Dachpfannen
Siegburg. Am späten Samstagabend, 30. September gegen 22 Uhr rückte die Polizei zu einem Notfall in einem Mehrfamilienhaus an der Luisenstraße in Siegburg aus. Eine 29-jährige Frau aus Siegburg wurde dort schwer verletzt aufgefunden, mutmaßlich durch Messerstiche, wie die Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis mitteilte. Die ersten am Tatort eintreffenden Beamten lokalisierten die Frau im Gebäude, die dann detaillierte Angaben zu einem 32-jährigen Tatverdächtigen machte. Dieser hatte sich offenbar auf dem Dachboden des Hauses verschanzt.
Die verletzte Frau erhielt Erstversorgung und wurde unverzüglich in ein Krankenhaus verlegt. Als Verstärkung eintraf, wurde der Verdächtige auf dem Dach des vierstöckigen Hauses gesichtet. Er warf Dachpfannen auf die Polizisten, die sich daraufhin zurückzogen und den Bereich weiträumig absperrten. Glücklicherweise gab es keine weiteren Verletzungen bei den Beamten.
Die örtliche Feuerwehr und zusätzliche Rettungsteams wurden hinzugerufen. Der Mann auf dem Dach behinderte die Einsatzkräfte durch wiederholtes Werfen von Dachziegeln, sodass eine sichere Annäherung unmöglich war. Kommunikationsversuche scheiterten. Spezialkräfte der Polizei NRW konnten den 32-jährigen Siegburger schließlich um 23:45 Uhr überwältigen und festnehmen. Bei seiner Festnahme zog er sich leichte Verletzungen zu und wurde zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht. Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand laufender Ermittlungen. BA
