Ralf Giel feiert Dienstjubiläum bei der Arbeitsagentur
40 Jahre im Dienst
Neuwied. In der heutigen Zeit und Arbeitswelt, die zunehmend geprägt ist von befristeten Arbeitsverträgen und wechselnden Arbeitgebern, ist eine Dienstzeit von 40 Jahren bei einem Arbeitgeber eine immer seltener werdende Besonderheit. Umso erfreulicher sind diese Jubiläen, wenn sie denn dann gefeiert werden können. Im vergangenen Monat war es in der Agentur für Arbeit Neuwied so weit. Ralf Giel, operativer Geschäftsführer der Neuwieder Arbeitsagentur, feierte sein 40. Dienstjahr und erhielt eine Urkunde, die vom Vorstand der Bundesagentur für Arbeit persönlich unterschrieben war.
Eigentlich wollte Ralf Giel Arzt werden. Nach seinem Abitur am Mayener Gymnasium und zwei Jahren Bundeswehr, die er in Mayen und Mannheim absolviert hatte, musste er wegen des benötigten Numerus clausus eine Wartezeit überbrücken. Insofern fand er 1975 eine für 1,5 Monate befristete Tätigkeit als Hilfsbearbeiter in der Mayener Arbeitsagentur - damals noch Arbeitsamt. Darüber bekam er Geschmack an den Inhalten der Aufgaben und der Arbeit mit Menschen. 1976 bewarb er sich daher zunächst für eine Ausbildung zum Arbeitsvermittler. Aus den 1,5 Monaten wurden 38 Jahre und aus der Aushilfstätigkeit eine beispielhafte Karriere. Nach der Zeit als VerwaltungsinspektoranwärterInnen (VIA) ging es schnell weiter. Bereits 1981 folgte die Qualifizierung zum Arbeitsberater. Insgesamt war Giel 17 Jahre im Mayener Arbeitsamt. Die nächsten sechs Jahre wechselte er als Abschnittsleiter zum Arbeitsamt Montabaur. Es folgten weitere drei Jahre als Lehrkraft im Bildungszentrum in Daun. Diese stehen auch für sein besonderes Engagement im Rahmen der Aus- und Fortbildung der Nachwuchskräfte und des Personals, das bis zu Lehraufträgen als Dozent an der Fachhochschule in Mannheim führten. 2002 kehrte er zunächst als Kundenbereichsleiter und später als operativer Geschäftsführer nach Mayen zurück. 2010 wechselte Giel dann in die Arbeitsagentur Neuwied - ebenfalls als sogenannter Geschäftsführer Operativ. Seit 1987 wohnt der gebürtige Ettringer in Hirten. Die Frage, ob er denn neben dem doch sehr gefüllten Arbeitsalltag auch Raum für Freizeitaktivitäten habe, lässt sich nicht ganz so einfach beantworten. Die Interessen und Talente des Jubilars sind breit gefächert. Ein Steckenpferd des agilen Sechzigjährigen sind auf jeden Fall die Blasinstrumente. Vom Saxophon über Wald- und Flügelhorn bis zur Trompete beherrscht er ein Repertoire, das vom volkstümlichen Gassenhauer über Jazz und Tanzmusik bis zu Mozarts „Hornkonzert Nr. 3 in Es-Dur“ reicht. Neben der Musik gibt er sich auch leidenschaftlich den kulinarischen Genüssen hin - und nicht nur als Genießer, sondern auch als Koch. Als Quotenmann bestand er auch schon im Arzheimer Möhnenballett sein Debüt und tritt auch schon mal mit seiner Lebensgefährtin als "Dotz und Dötzje" auf.
„Mit Herzblut bei der Sache“
Als herausragendes Erlebnis seiner Dienstzeit bei der Bundesagentur für Arbeit sieht Giel die damalige Aufbauarbeit in den neuen Bundesländern. Anfang der 90er Jahre unterstützten die Kollegen aus dem Westen beim Aufbau einer einheitlichen Arbeitsverwaltung. Insgesamt war Giel sieben Monate in Zwickau und Chemnitz. Auf die Frage, ob er es jemals bereut habe, nicht seinen ursprünglichen Berufswunsch verfolgt zu haben, antwortet Giel: „Ich liebe meinen Job und meine Aufgaben. Entscheidend ist, dass man mit Herzblut bei der Sache ist. Für die nächsten fünf Jahre möchte ich weiter daran arbeiten, gemeinsam mit den Kollegen, alle machbaren Interessen unserer Kunden in den Mittelpunkt zu rücken und dienstleistungsorientiert umzusetzen.“
Agentur für Arbeit Neuwied
