Infoabend des Brustzentrums Neuwied und Reha Rhein-Wied war gut besucht
„Alles ist gut, was Ihnen Spaß macht“
Neue Erkenntnisse über positiven Einfluss von Bewegung bei Brustkrebs
Neuwied. Bewegung ist gesund - das ist keine Neuigkeit. „Aber dass Bewegung insbesondere bei Brustkrebs gut tut, das ist eine relativ junge Erkenntnis“, so Prof. Dr. Richard Berger, der Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied. Wie wichtig körperliche Aktivität für Frauen mit Brustkrebserkrankungen ist, erläuterten Mitarbeiterinnen des Brustzentrums des Marienhaus Klinikums Neuwied und der Reha Rhein-Wied Ende Oktober bei einem Infoabend unter dem Motto „Brustkrebs bewegt“. „Es ist schön zu sehen, dass das Thema auf so großes Interesse stößt“, freute sich Johannes Zielinski, Therapeutischer Direktor der Reha Rhein-Wied, über rund 100 Teilnehmerinnen.
Aktuelle Studien belegen, wie positiv sich Sport auf den Krankheitsverlauf bei Brustkrebs auswirkt. Die Rückfallwahrscheinlichkeit sinkt zum Beispiel um 24 Prozent. Unter anderem werde der Körper der Patientin durch Sport widerstandsfähiger, erklärte Maria Gerz. „Selbst mit den Folgeerscheinungen einer Chemo-Therapie wie Übelkeit und Erschöpfung haben Frauen, die Sport machen, seltener zu kämpfen“, betonte die Fachpflegerin für Onkologie in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Schon am Tag der Operation kann die Patientin mit der Bewegung beginnen: Nicole Meurer und Lisa Hauschild, Physiotherapeutinnen der Reha Rhein-Wied, gaben den Besucherinnen einen - teilweise ganz praktischen - Eindruck davon, welche Übungen zum Beispiel den Arm wieder einsatzfähig machen. Wenn sie sich einigermaßen dazu in der Lage fühlen und der behandelnde Arzt keine Einwände hat, sollten Patientinnen mit Brustkrebs auf Bewegung nicht verzichten, unterstich Maria Gerz: Ob es ein Spaziergang sei, Gerätetraining oder Yoga, „alles ist gut, was Ihnen Spaß macht“.
Freuten sich über den gelungenen Informationsabend: (v.l.) Johannes Zielinski, Therapeutischer Direktor der Reha Rhein-Wied, Anke Dillender, Psychoonkologin am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied, Lisa Hauschild und Nicole Meurer, Physiotherapeutinnen der Reha Rhein-Wied, Maria Gerz, Fachpflegerin für Onkologie in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und Prof. Dr. Richard Berger, Chefarzt der Klinik). Foto: Privat
