Fachtagung im Diakonischen Werk
Auch in der Beratungsarbeit sind Qualitätsstandards hilfreich
Neuwied. Qualitätsmanagement in sozialen Organisationen ist zwar mittlerweile ein Standard, aber immer noch schwer vorstellbar. Wie soll man eine Beratungsleistung in ihrer Qualität bewerten, kommt es doch auf so viel Zwischenmenschliches an?
Deswegen war es auch für die Mitarbeiter im Diakonischen Werk im Evangelischen Kirchenkreis Wied ein Prozess, der sowohl mit Neugier als auch mit Skepsis angegangen wurde. Zum Gelingen trug wesentlich Prof. Dr. Roderich Kulbach von der Evangelischen Fachhochschule Rheinland Westfalen Lippe in Bochum bei. Er unterstützte den Prozess, der dazu führte, dass Qualitätsstandards für die Beratungsarbeit beschrieben und die Klientenorientierung sowie der Wirkungsnachweis in den Vordergrund gerückt wurden. Doch „Qualitätsmanagement einführen bedeutet nicht, dass früher keine gute Arbeit geleistet wurde“, betonte Prof. Kulbach in Anwesenheit des Sozialdezernenten der Stadt Neuwied, Michael Mang, und des Landtagsabgeordneten Fredi Winter bei der Präsentation der Ergebnisse im Rahmen einer Fachtagung.
Diakoniepfarrerin Renate Schäning freute sich über die optimierten Prozesse, die zum Beispiel in der Schuldnerberatung dazu führen, dass täglich eine Hotline für Ratsuchende offen ist und trotz Wartezeiten Menschen zeitnah bei Existenzsorgen begleitet werden.
Der Bericht über den Prozess kann beim Diakonischen Werk als Jahresbericht 2013/2014 angefordert werden, Tel. (0 26 31) 3 92 20 oder auf der Homepage gelesen werden: www. Diakonie-neuwied.de.
