Bahnhof Engers
Barrierefreiheit ist kein Luxusprojekt
aus Neuwied
Ein barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Engers ist längst überfällig. Seit Jahren wird über notwendige Maßnahmen gesprochen, passiert ist jedoch viel zu wenig. Dabei betrifft das Thema nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern ebenso ältere Bürgerinnen und Bürger, Familien mit Kinderwagen oder Reisende mit Gepäck. Gerade für Engers als touristisch und kulturell bedeutenden Stadtteil ist ein moderner Bahnhof unverzichtbar. Besucher des Schiffsanlegers oder der Villa Musica erwarten zu Recht eine zeitgemäße Infrastruktur. Dass ausgerechnet an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt noch immer Aufzüge und barrierefreie Zugänge fehlen, ist kaum nachvollziehbar. Besonders problematisch ist die Situation für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Heinrich-Hauses, die täglich auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Wer ernsthaft über Teilhabe und Inklusion spricht, darf solche Zustände nicht dauerhaft hinnehmen. Barrierefreiheit ist kein Luxusprojekt, sondern eine grundlegende Voraussetzung für gleichberechtigte Mobilität. Deshalb ist es richtig, den Druck auf Bund, Bahn und die zuständigen Stellen zu erhöhen. Engers darf beim Ausbau moderner Infrastruktur nicht weiter zurückfallen.
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