Allgemeine Berichte | 18.10.2013

Tennis-Club Neuwied

Besuch in ältester Senfmühle Europas

In der historischen Senfmühle wurde den Wanderern der Unterschied zu industriell hergestelltem Senf verdeutlicht. privat

Neuwied. Kultur und Wanderung steht jährlich am zweiten Wochenende im Oktober auf dem Terminplan des Tennis-Clubs Neuwied. Bei nicht idealem Wanderwetter machten sich zahlreiche Mitglieder auf den Weg nach Cochem, um in die Herstellung des dort kalt gemahlenen Gourmet Senfes eingewiesen zu werden. Als Grundlage hierfür werden zwei Original - Rezepte, eins aus dem 15. Jahrhundert, und ein Zweites aus dem Jahre 1820 angewandt. Ein absolutes Betriebsgeheimnis. Ziel ist es, den Senf so herzustellen, wie dies dem Baujahr der Senfmühle entspricht. Nur noch sieben Mühlen deutschlandweit stellen im Kaltmahlverfahren mit den über 520 kg schweren Mühlsteinen ihren Senf her. So können die wertvollen ätherischen Öle des Senfkornes in den Senf hinein gebracht werden. Schnell wurde allen Anwesenden klar, dass sie hier von einer Besonderheit erfuhren. Nach dem hervorragenden Vortrag, wo auf die Herstellung und die wesentlichen Unterschiede zur industriellen Senfherstellung eingegangen wurde, konnten noch ein paar Kostproben genossen werden und es wurde natürlich auch Senf eingekauft.

Danach begann die eigentliche Wanderung. Zunächst ging es mit dem Sessellift auf die Moselhöhen und nach wenigen Metern standen die Wanderer am Pinnerkreuz. Von dort konnte man einen herrlichen Blick auf Cochem, die Reichsburg und den wunderbaren Lauf der Mosel in Richtung Traben-Trarbach und Treis-Karden aufnehmen. Über einen gut ausgebauten Wanderweg ging es dann zum Freizeitpark Klotten, wo die Mittagsrast stattfand.

Nun kam auch die Sonne heraus und ab jetzt waren herrliche Blicke von den Moselhöhen über Klotten und Cochem zu erhaschen. In Klotten setzte die Gruppe mit der dortigen Fähre auf die andere Flussseite über und schlenderte am Moselufer zurück nach Cochem.

Der Abschluss des Ausfluges fand traditionell im Clubheim des TCN auf dem Weißen Berg statt, wo Carlo die Wanderer mit italienischen Speisen erwartete. Alle Teilnehmer lobten die Organisatoren um Karin Sauter und sagten für das kommende Jahr bereits ihre Teilnahme zu.

In der historischen Senfmühle wurde den Wanderern der Unterschied zu industriell hergestelltem Senf verdeutlicht. Foto: privat

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