Deutsche Meisterschaften U 20 im Volleyball wurden in Biberach an der Riss ausgetragen
Bronzemedaille für Sarah Rochert vom VC Neuwied 77
Biberach/Neuwied. Sarah Rochert, Jahrgang 1996 und Schülerin der 12. Klasse des Rhein-Gymnasiums Sinzig gewann die Bronzemedaille bei den kürzlich ausgetragenen Deutschen Meisterschaften U 20 im Volleyball in Biberach an der Riss. Sarah spielt seit 2012 bei den Damen des VC Neuwied 77 in der 3. Liga Süd und trainiert dort auch eine Kindervolleyballgruppe. Ihr Jugendspielrecht blieb bei Bayer-Leverkusen, da sie damit 2012 ebenfalls an einer Deutschen Meisterschaft teilnahm. 2013 wechselte Sarah ihr Jugendspielrecht zu dem neu gegründeten Verein SG Biedenkopf-Wetter Volleys. Dieses junge Team wurde im Frühjahr diesen Jahres Landesmeister und qualifizierte sich für die Südwestdeutschen Meisterschaften Anfang Mai in Freisen/Saarland. Dort wurde Sarahs Team Vizemeister und qualifizierte sich für die Deutschen Meisterschaften U 20 in Biberach an der Riß.
In Biberach passte alles
In Biberach passte wirklich alles. Trainer Volker Hauf setzte Sarah in die Stammsechs. Bereits im ersten Spiel der Vorrunde gelang gegen das Topteam des SV Lohhof mit 25:17, 19:25 und 15:13 ein Sieg im Tiebreak. Wie hoch dieser Coup einzustufen ist, zeigt die Tatsache, dass das Team aus dem Münchner Vorort später im Viertelfinale den Südwestdeutschen Meister VC Wiesbaden mit 2:0 abfertigte. Der Sieg über die bayrische Nummer eins beflügelte die BW Volleys so, dass im nächsten Spiel gleich der Westdeutsche Meister, der BSV Ostbevern, mit 25:17 und 25:23 geschlagen werden konnte. Das dritte Gruppenspiel gegen die Wildcard-Teilnehmer der ausrichtenden TG Biberach war dann nur noch Formsache. Locker mit 25:14 und 25:8 wurde der Gruppensieg und damit der Einzug in die Runde der besten Acht gesichert. Da bei Deutschen Meisterschaften die beiden Verlierer der Halbfinals gemeinsam den dritten Platz belegen, sollte am Sonntagmorgen das Viertelfinale gegen den Norddeutschen Vizemeister VfL Geesthacht bereits über den Gewinn einer Medaille entscheiden. Die Spielerinnen aus Geesthacht spielen in der aufgebotenen Formation komplett in der 2. Bundesliga Nord. Die Biedenkopf-Wetter Volleys zeigten hier ihr bestes Turnierspiel und steigerte sich im Aufschlag, Annahme und Angriff enorm.
Das gesamte Team tobte jubelnd durchs Feld, als Lea Fischbach schließlich den entscheidenden Block zum 2:0-Sieg setzte - und der Erfolg war mit 25:19 und 25:15 noch dazu völlig ungefährdet.
Im Halbfinale chancenlos gegen Dresdener SC
Nach diesem furiosen Turnierverlauf ohne Niederlage schien alles möglich zu sein. Gegen das Bundesstützpunktteam vom Dresdener SC hatten die Volleys dann aber im Halbfinale doch keine Chance und verloren mit 15:25 und 12:25. Die körperlich überlegenen Sächsinnen waren zu sicher im Spielaufbau und das notwendige hohe Risiko in den Aktionen der BW Volleys endete zu oft in einem Fehler. Im Endspiel unterlag Dresden übrigens dem weiteren Bundesstützpunktteam Volley Team Berlin mit 25:22, 17:25 und 14:16 denkbar knapp.
Die einzige Turnierniederlage für Sarahs Biedenkopf-Wetter-Team konnte die Spielerinnen und mitgereisten Eltern zu Recht nicht davon abhalten, über die errungene und niemals erwartete Bronzemedaille zu jubeln. „Wir haben diese Deutsche Meisterschaft genossen und freuen uns für unsere Spielerinnen, die ein so sensationelles Turnier gespielt haben, an das sich alle lange erinnern werden“, jubelte auch Co-Trainer Thomas Autzen.
Sarah Rochert präsentiert die Urkunde und ihre Bronze-Medaille.
Das junge Team der SG Biedenkopf-Wetter Volleys speilte ein sensationelles Turnier.Fotos: privat
