Allgemeine Berichte | 29.03.2015

Präses der rheinischen Kirche besuchte Flüchtlingsprojekte in Rheinland-Pfalz

Der Einsatz für Flüchtlinge gehört zum christlichen Glauben

Manfred Rekowski lobte Engagement, Integrierungsangebote und Nächstenliebe

Neuwied/Büchenbeuren. Präses Manfred Rekowski hat zwei evangelische Flüchtlingsprojekte in Rheinland-Pfalz besucht. In Neuwied informierte er sich über das Projekt „Sprint“, ein Vermittlungsdienst von Sprach- und Integrationsmentoren des Diakonischen Werkes Neuwied. In Büchenbeuren führte er Gespräche im „Café Intern@tionial“, das die dortige Kirchengemeinde betreibt und Flüchtlinge in Alltagsfragen berät, aber auch ein Internetcafe und einen Second-Hand-Laden betreibt.

Mit seinem Besuch würdigte der ranghöchste Repräsentant der Evangelischen Kirche im Rheinland den Einsatz der zahlreichen kirchlichen und diakonischen Initiativen, die sich um Flüchtlinge aus den Kriegs- und Bürgerkriegsländern kümmern und sie beim Einleben in eine fremde Umgebung unterstützen.

„Der Einsatz für schutzbedürftige Menschen gehört zur Identität des christlichen Glaubens“, sagte Präses Rekowski bei seinem Besuch in Rheinland-Pfalz. Insbesondere sei die Kirche Jesu Christi auf allen ihren Ebenen derzeit in der Flüchtlingspolitik und besonders vor Ort im Umgang mit Flüchtlingen herausgefordert. „Ich möchte ausdrücklich den vielen ehrenamtlich und hauptberuflich Mitarbeitenden in unseren Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und diakonischen Einrichtungen für das vielfältige Engagement danken“, so der Präses weiter. Flüchtlinge willkommen zu heißen, ihnen die Ankunft in einer fremden Umgebung zu erleichtern, sie zu begleiten und sie am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben zu beteiligen, stelle auch die Kirche vor besondere Herausforderungen. „Vielfach sind Kirchengemeinden wie in Büchenbeuren die erste Anlaufstelle vor Ort. Sie veranstalten Nachbarschaftsfeste, begleiten Flüchtlinge bei Behördengängen, organisieren Sprachkurse, betreiben Second-Hand-Läden für Kleidung und Möbel. Diakonische Projekte wie der Vermittlungsdienst Sprint des Diakonischen Werks Neuwied helfen mit Sprach- und Integrationsmentoren über manche sprachliche und kulturelle Hürden hinweg, die die große Mehrzahl der Flüchtlinge in ihrer neuen Umgebung allein kaum überwinden könnte.“

Neuausrichtung europäischer Flüchtlingspolitik gefordert

Bei seinem Besuch der beiden kirchlichen Projekte, die für viele weitere Initiativen in Rheinland-Pfalz stehen, forderte Präses Rekowski auch eine Neuausrichtung der europäischen Flüchtlingspolitik. „Programme zur Bekämpfung der Fluchtursachen und zur Reintegration von Flüchtlingen müssen als langfristige Prozesse und mit dem Ziel einer nachhaltigen Friedenspolitik konzipiert werden.“

Er erneuerte seine bereits vor der Landessynode im Januar vorgetragene Forderung nach einem fundamentalen Mentalitätswandel: „In Deutschland benötigen wir einen grundsätzlichen Perspektivenwandel im Umgang mit Flüchtlingen.“

Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen hat die Landesynode, das oberste Leitungsorgan der Evangelischen Kirche im Rheinland, in diesem und im vergangenen Jahr insgesamt 1,5 Millionen Euro für Flüchtlingsprojekte in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und den beiden hessischen Kirchenkreisen der rheinischen Kirche bereitgestellt. Mit den Geldern soll besonders die ehrenamtliche Arbeit gestärkt und mit der professionellen Flüchtlingsberatung verzahnt werden.

Außerdem werden regionale kirchlich-diakonische Einrichtungen bei der Verfahrensberatung in Erstaufnahmeeinrichtungen unterstützt werden.

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