Allgemeine Berichte | 21.02.2015

Premiere im Schlosstheater: Schillers Kabale und Liebe

Der Schuldbrief der kindlichen Pflicht

Ein Trauerspiel in fünf Akten - Gesellschaftskritik und Generationenkonflikt im 18. Jahrhundert

Sekretär Wurm (Makke Schneider, li.) möchte Millers Tochter heiraten.Friedhelm Schulz, Friedrichson-Pressebild

Neuwied. „Kabale und Liebe“ - wer kennt ihn nicht, diesen Klassiker von Friedrich von Schiller aus dem 18. Jahrhundert, als Bürgertum und Adel schier unüberwindbare Grenzen trennten. Im Schlosstheater konnte man sich bei der Premiere in die Welt des „Damals“ zurückversetzt fühlen. Die bürgerliche Luise und der Adelige Ferdinand von Walter verlieben sich unsterblich ineinander, werden Opfer von machtgierigen Intriganten und standesbewussten Vätern. Standesbewusst bedeutet in diesem Fall nicht nur der Dünkel von oben nach unten, sondern auch das Misstrauen der Ehrbaren und Bescheidenen der „unteren Gesellschaftsschicht“.

Das tragische Ende ist bekannt und wurde von den Schauspielern in beeindruckender Weise umgesetzt. David M. Schulze als forscher Ferdinand, verliebt, irregeführt, wütend und schließlich mordend spielt die Facetten dieser Figur höchst glaubwürdig. Eva Wiedemann stellt als Luise den Frauentyp dieser Zeit glaubwürdig auf die Bühne: Warten, geheiratet werden, verzweifelt sein. Grandios gespielt von Michael Marwitz wird die Figur des Präsidenten von Walter, der für seine Intrigen nd Machtspiele den eigenen Sohn missbraucht. So kommt ihm der Wunsch des Sekretärs Wurm - dargerstellt von Makke Schneider - , Luise zu heiraten, gerade recht. Der Bürger und Musiker Miller, gespielt von Josef Hofmann, hat keine Chance, diesem Spiel zu entgehen, auch kann er seine Tochter nicht retten... Die Regie bei diesem neuen Theaterstück auf der Bühne des Schlosstheaters führte Rolf Heiermann.

Und wer sich am Ende fragte, ob diese Geschichte eine Moral hat, die auch in der heutigen Zeit noch eine Bedeutung hat, der kann sich getrost einmal in der Welt der Reichen und Schönen umschauen - fündig wird man immer.

Weitere Aufführungen und Kartenverkauf

Weitere Aufführungen: 19. bis 20. und 25. bis 28. Februar, 1. bis 3., 7, 9. und 10. März, jeweils 20 Uhr

Karten gibt es bei der Landesbühne Rheinland-Pfalz im Schlosstheater Neuwied, Theaterplatz 3, Neuwied, Tel.: 02631 - 22288 oder unter www.schlosstheater-neuwied.de

Ferdinand ( David M. Schulze) und Luise (Eva Wiedemann) lieben sich. Aber das Schicksal ist gegen sie.Friedhelm Schulz, Friedrichson-Pressebild

Ferdinand ( David M. Schulze) und Luise (Eva Wiedemann) lieben sich. Aber das Schicksal ist gegen sie. Foto: Friedhelm Schulz, Friedrichson-Pressebild

Wurm und von Walter (Michael Marwitz) schmieden Pläne.Friedhelm Schulz, Friedrichson-Pressebild

Wurm und von Walter (Michael Marwitz) schmieden Pläne. Foto: Friedhelm Schulz, Friedrichson-Pressebild

Sekretär Wurm (Makke Schneider, li.) möchte Millers Tochter heiraten. Foto: Friedhelm Schulz, Friedrichson-Pressebild

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