„Raritäten in der Neuwieder Natur“
Die Christrose - eine „Rose“ ohne Dornen
Neuwied. Die Legende berichtet, dass ein armer Hirte auf dem Weg nach Bethlehem war und bitterlich weinte, weil er in der Winterzeit keine Blume am Wegesrand fand, die er dem Kind in der Krippe mitbringen konnte. Als seine Tränen jedoch den Boden berührten, erwuchsen daraus Blumen, deren Blüten so schön wie die der Rosen waren. Diese „Christ-Rosen“ überbrachte der Hirte dann dem kleinen Jesuskind. Vor einigen Jahren hatte Jürgen Moritz, Beigeordneter der Stadt Neuwied, der sich in der Freizeit schon seit vielen Jahrzehnten unter anderem mit der heimischen Flora und Fauna beschäftigt, in loser Folge Raritäten der Natur vorgestellt. Zahlreiche Anrufe und E-Mails zeugten von der Beliebtheit der Serie. In diesem Jahr möchte er sie daher fortsetzen und passend zur Jahreszeit mit der Staude beginnen, die schon sehr zeitig im Jahr, wenn Schneeglöckchen und Märzenbecher noch verschämt die Blütenglöckchen verstecken, ihre Pracht zeigt. Es handelt sich dabei um die Christrose, die auch Schneerose oder Schwarze Nieswurz genannt wird. Schwarze Nieswurz deshalb, weil die schwarze Wurzel im „gepulverten Zustande Nießen erregt“. So beschreibt es zumindest Schmeil in seinem Klassiker der botanischen Lehrbücher, dem „Lehrbuch der Botanik für höhere Lehranstalten und die Hand des Lehrers“ aus dem Jahr 1903.
In der Natur kommt die geschützte Pflanze in Deutschland wild wachsend nur in den bayrischen Alpen vor. Aber als Garten- und Heilpflanze wird sie schon seit dem 16. Jahrhundert kultiviert und so man findet sie natürlich auch in Neuwieder Hausgärten. Pflanzt man sie zwischen Gehölze in kalkhaltigen Boden und lässt sie in Ruhe wachsen, können die attraktiven Stauden mehrere Jahrzehnte alt werden und prachtvolle Bestände bilden. Im Sommer tragen Ameisen zu ihrer Verbreitung bei, die die Samen nebst ölhaltigem Anhängsel „ernten“ und damit verbreiten. Beim Umgang mit den Pflanzen sollte man ein wenig umsichtig sein, da besonders ihre Wurzeln wirksame Giftstoffe enthalten. Außer der Christrose kommt in der hiesigen Region neben der äußerst seltenen Grünen Nieswurz noch eine weitere Verwandte der Christrose vor, nämlich die Stinkende Nieswurz, ein kleiner Halbstrauch, dessen auffällige Blätter weithin sichtbar die steilen Schieferhänge des Rheintales schmücken.
Pressemitteilung der
Stadtverwaltung Neuwied
Artikel melden
Neue Radroute „Vulkanschleife Basalt“ ohne Einbindung von Mayen in der Region
- Biker: Ich bin den Radweg am Wochenende gefahren. Tatsächlich fragt man sich, warum man keinen Weg nach Mayen gefunden hat. Als Ortskundiger war das zwar kein Problem, aber darum geht es ja nicht. Von Mayen...
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 6
- Annette Saal: In Nickenich, Montfort L‘ Amaury Platz
Mehrere Fälle von illegal entsorgtem Altöl und Chemikalien
- Schmitz, P: Die illegale Abfallentsorgung nimmt leider Überhand. Habe schon mehrere Male Firmenmitarbeiter von ausländische klingenden Firmen bei mir am Glas Container in der Straße aufgefordert ihren Müll wieder au zu laden.
Diebstahl auf dem Friedhof
24.05. - 26.05.: Lierscheid: Täter stehlen wertvolles Gedenkkreuz aus Bronze
Lierscheid. Die Polizeiinspektion St. Goarshausen wendet sich nach einem Diebstahl auf dem Friedhof in Lierschied an die Bevölkerung und bittet um Hinweise. Zwischen dem 24. und 26. Mai 2026 wurde dort ein wertvolles bronzenes Gedenkkreuz von unbekannten Tätern gestohlen. Die Ermittler sind auch auf der Suche nach weiteren möglichen Geschädigten, da bei Metalldiebstählen auf Friedhöfen oft mehrere Gräber betroffen sind.
Weiterlesen
Flucht zu Fuß missglückt
23.05.: Verfolgungsjagd im Morgengrauen: Polizei stoppt flüchtige Aufahrerin betrunken und unter Drogeneinfluss
Much. In den frühen Morgenstunden des Samstags, dem 23. Mai, fiel einer Polizeistreife auf der Hauptstraße in Much ein Mercedes auf, der mit ungewöhnlich langsamer Geschwindigkeit unterwegs war. Im Fahrzeug befanden sich zwei Personen. Um eine Kontrolle durchzuführen, wendeten die Beamten ihren Streifenwagen.
Weiterlesen
Unbekannte Sprayer verursachen hohen Schaden
24.05.: Vandalismus in der Nacht: Personenzug in Nassau auf 60 qm besprüht
Nassau. Am Bahnhof Nassau an der Lahn wurde ein dort abgestellter Personenzug von bislang unbekannten Tätern auf einer Fläche von 60 Quadratmetern besprüht.
Weiterlesen
