Musikgeschichte zum Tag des offenen Baudenkmals in Neuwied
Die Feldkirche als Musik-Denkmal
Neuwied. Kantor Ingo Hösch aus Meerbusch-Büderich bei Düsseldorf hatte die Pfeifen der Klais-Orgel "happy" gemacht. Kürzlich führte er dann durch 200 Jahre nordeuropäischen Barock. Ausgerechnet der älteste der Meister ließ den Choral „Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr“ fast tänzerisch erklingen. Dieterich Buxtehude aus Lübeck hingegen setzte den Lobpreis hoch dramatisch an. So eingestimmt las Axel Besuden einen Text zur Zerstörung der Feldkirche im II. Weltkrieg und der Bergpredigt. Johann Sebastian Bach, ein Schüler des damals noch berühmteren Buxtehude, schuf zum Abschluss eine friedliche, ruhige Stimmung. Das Publikum durfte frisch gestärkt in die Woche gehen. Kantor Ingo Hösch war beide Male höchst erfreut von dem regen Interesse in Neuwied, das sich in zahlreichen Besuchern ausdrückte.
Der nächste Termin
Am Sonntag, 12. Oktober, um 18 Uhr ertönen in der Feldkirche zwei Truhenorgeln und die große Klais-Orgel in einer höchst ungewöhnlichen Kombination.
