Allgemeine Berichte | 25.07.2014

Diakonisches Werk Neuwied auf dem Rheinland-Pfalz-Tag

Gesprächsrunden auf der „Blauen Couch“

Diverse Auftritte und Polit-Talks sorgten für durchgehende Unterhaltung auf der Diakonie-Bühne

Zuschauern wurden interessante Diskussionsrunden geboten.privat

Neuwied. Mit einem informativen und unterhaltsamen Programm präsentierte sich die Diakonie am Wochenende den Besuchern auf dem Rheinland-Pfalz-Tag in Neuwied. Drei Tage lang standen auf der Diakonie-Bühne Interviews mit rheinland-pfälzischen Spitzenpolitikern und zahlreiche Auftritte kirchlicher Gruppen im Mittelpunkt. Die Präsentation auf der „Kirchenmeile“ beim Landesfest hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Neuwied unter dem Motto „Unter einem Himmel“ gestaltet, das Diakonische Werk Neuwied sorgte für ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr konnte auf der „Blauen Couch“ fast das gesamte rheinland-pfälzische Kabinett sowie die Ministerpräsidentin Malu Dreyer begrüßen. Auch die Mainzer Oppositionsführerin Julia Klöckner, Oberbürgermeister Nikolaus Roth und Landrat Rainer Kaul nahmen sich Zeit für die Fragen des Landespfarrers.

Rheinland-pfälzische Spitzenpolitiker waren zu Gast

In einer gemeinsamen Gesprächsrunde diskutierten der rheinische Oberkirchenrat Christoph Pistorius und der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters mit Bähr unter anderem über aktuelle kirchliche Fragen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer bezeichnete Rheinland-Pfalz als „Weltmeister beim Ehrenamt“. Über 1,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger seien ehrenamtlich aktiv. „Das sind 1,4 Millionen Glücksfälle“, so die Ministerpräsidentin, „das ist ein großer Schatz“. Ein guter Kontakt zu den Kirchen im Land sei ihr persönlich sehr wichtig, so Dreyer im Gespräch mit Pfarrer Bähr. Rheinland-Pfalz sei eines der ersten Bundesländer gewesen, das sich für einen einmaligen Feiertag zum Reformationsjubiläum 2017 ausgesprochen habe.

Die Ministerpräsidentin, die als Katholikin engagiert ist, wünschte sich abschließend, die beiden großen christlichen Konfessionen sollten mehr über das Gemeinsame als über Trennendes sprechen. „Ich wünsche mir, dass es mit der Ökumene schnell vorangeht“, sagte Malu Dreyer. Oppositionsführerin Julia Klöckner wies darauf hin, dass das Jubiläum der Reformation die Blicke der ganzen Welt auf Deutschland richten würde. Frau Klöckner, die sich ebenfalls in der katholischen Kirche engagiert, verriet im Interview mit Albrecht Bähr, dass ihr an der protestantischen Kirche „das Liedgut und das Prinzip des Pfarrhauses als Familie“ gut gefalle. Die Mainzer CDU-Politikern mahnte eine sparsame Politik an, um unter anderem Geld für soziale Zwecke verwenden zu können. „Das Geld, das der Nürburgring verschlungen hat, hätte ich lieber in Inklusion und die Schulen gegeben“, sagte Julia Klöckner. Sechs Ministerinnen und Minister der rheinland-pfälzischen Landesregierung standen Landespfarrer Albrecht Bähr auf der „Blauen Couch“ Rede und Antwort. In den zum Teil sehr persönlichen Interviews gaben sie Auskunft über ihre persönlichen Motive, Politik zumachen und über ihre Vorstellungen eines Miteinanders in der Gesellschaft. Neuwieds Oberbürgermeister Nikolaus Roth betonte die Tradition „von Toleranz und Achtung in der Stadt“. Im 17. Jahrhundert herrschte in Neuwied dank eines fürstlichen Dekrets Religionsfreiheit.

Chöre, Bands und eine „Oase“ zum Ausruhen

Rainer Kaul, der Landrat des Kreises Neuwied, zeigte sich begeistert über die Stimmung auf dem Landesfest. Neben den schon traditionellen Gesprächen auf der „Blauen Couch“ sorgten zahlreiche kirchliche Gruppen auf der Bühne für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Auf dem Programm, das das Diakonische Werk Neuwied auf die Beine gestellt hatte, standen unter anderem Chöre, Artistik und Bands.

Eine tägliche Andacht mit Liedern aus Taizé rundete die drei Tage auf der Diakonie-Bühne ab. Die „Kirchenmeile“ direkt am Historischen Rathaus hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Neuwied organisiert. Neben einem Infozelt hatten die Helferinnen und Helfer eine „Oase“ zum Ausruhen eingerichtet. Außer den Kirchen präsentierten sich zahlreiche Gruppen auf einer „Selbsthilfemeile“ und kamen mit den Besuchern des Landesfestes ins Gespräch.

Zuschauern wurden interessante Diskussionsrunden geboten.Foto: privat

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