Allgemeine Berichte | 25.07.2015, 11:15 Uhr

Positives Fazit für Projekt „ImPuLS“ für junge Familien in Heddersdorf

Hingehen, wo die Menschen sind

Das Projektteam vor dem Robert-Schuman-Haus in Trier.privat
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Trier/Neuwied. Hingehen, wo die Menschen sind. Erkunden, welche konkreten Bedürfnisse vor Ort sind und dementsprechend Angebote machen. Kirche sein, ganz nah. Drei Jahre lang hat das Bistum Trier in seinem Projekt „Pfarrprinzip und Lebensraum/Sozialraum“ (PuLS) neue Wege ausprobiert. In drei lokalen Beispielprojekten - in Neuwied, Lebach und Hermeskeil - sind so Modelle entstanden, die wegweisend für die Kirche der Zukunft sein können. Am 20. Juli haben sich über 70 Beteiligte und Interessierte zu einem Auswertungstag im Trierer Robert-Schuman-Haus getroffen. Die kirchliche Arbeit mit Familien mit Kindern unter drei Jahren steht im Mittelpunkt des lokalen Projektes „ImPuLS“ in Neuwied. Die katholische Familienbildungsstätte (FBS) und die Pfarreiengemeinschaft St. Matthias wollen mit jungen Familien in intensiven Kontakt kommen, voneinander lernen. Und dabei auch viele Menschen mit einbeziehen, die bislang das Angebot der Beteiligten nicht kannten. „Wir müssen hören, was die Leute wollen“, sagt Nina Maurer, Leitern der FBS Neuwied. „Und das gelingt uns bisher nur bei den Teilnehmern, die wir schon haben.“ Daher ging das Projektteam auf die Leute zu, machte Straßenumfragen, besuchte Familien zu Hause. Wegen der räumlichen Größe beschränkte es sich dabei auf den Stadtteil Heddersdorf. Dabei nannten die Familien etwa zu wenige Spielmöglichkeiten für die Kinder, einen Mangel an Krabbelgruppen und allgemein an Möglichkeiten für Familien als ihre Themen.

Hilfe für Familien

„Es ist für uns als Kirche wichtig, dass wir von den Menschen erfahren, was sie bewegt“, sagt Hermann-Josef Schneider, Gemeindereferent in St. Matthias. „So können wir gemeinsam etwas entwickeln, was für die Familien wichtig sein kann.“ Ein daraus hervorgehendes Angebot ist das monatlich stattfindende Familiencafé. Auch nach dem Ende des Bistumsprojekts geht es weiter mit dem lokalen Projekt. Zwar sei es mit großem personellen Aufwand verbunden. Doch die Vernetzung sei ein großer Gewinn. „Wir haben uns in der Zusammenarbeit besser kennengelernt“, sagt Maurer. Und die aus dem Projekt hervorgegangenen Angebote müssten weiterentwickelt und an den Bedarf noch weiter angepasst werden. Auch das Bistum Trier zieht ein positives Fazit. „Die Gruppen haben eine große Leistung vollbracht“, sagt Stefan Nober. Es sei viel „Motivation und Energie freigeworden“. Sie hätten sich in lebensraum- und sozialraumorientierte Ansätze reingedacht - also ein Zugehen auf Augenhöhe, mit Vernetzung verschiedenster Akteure, vor Ort. Auch im Hinblick auf die Synode könne mit dem Projekt „ein Rahmen gesetzt“ werden, wie sich Kirche in den nächsten Jahren entwickeln kann. Die Erfahrungen sollen nun weiter ausgewertet werden, die verschiedenen Perspektiven gesichtet und gebündelt, und „fruchtbar gemacht“ werden. „Wir haben viel Klarheit gewonnen“, erklärt Nober weiter. Erfahrungen für den Weg der Kirche in die Zukunft.

Pressemitteilung des

Bistums Trier

Das Projektteam vor dem Robert-Schuman-Haus in Trier.Foto: privat

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