Erschütterungen in Heimbach-Weis
Ignoriert die Stadtverwaltung die Bewohner von 6 Häusern in der Sayner Straße?
aus Neuwied
Die Pressesprecherin der Stadtverwaltung teilt mit, „mehrere Instanzen“ hätten vor Ort in unserer Straße „Messungen durchgeführt“. Welche Messungen sind denn erfolgt? Nach Auskunft der Stadtverwaltung, der Stadtwerke und der Servicebetriebe Neuwied (SBN) ist es ihrerseits gar nicht möglich, eine Erschütterungsmessung durchzuführen, weil man kein Erschütterungsmessgerät habe!
Die Überprüfungen durch Mitarbeiter der o. g. Stellen bestehen immer nur aus kurzen Sichtprüfungen. Es werden einige Pkws beobachtet, die mit mäßiger Geschwindigkeit über die Schadstellen fahren. Sodann erfolgt die Rückmeldung, dass hier alles in Ordnung sei. Kaum jemand wartet ab, bis ein Bus oder Lastwagen über den ehemaligen Abwasserschacht und den abgesackten Graben fährt. Dann würde er nämlich die starken Erschütterungen bereits auf dem Bürgersteig stehend spüren, so wie es der Leiter der Straßen- und Tiefbauabteilung, Herr Manfred Reitz, hier erlebt hat. Wir loben Herrn Reitz ausdrücklich dafür, dass er mehrmals hier war und sich von den starken Erschütterungen überzeugt hat. Wenn bereits der Bürgersteig bebt, dann kann man sich leicht vorstellen, wie stark die Fußböden in den 6 umliegenden Häusern schwingen. Herr Dr. Klingmüller vom Institut für Erschütterungsmessungen in Mannheim hatte die schweren Erschütterungen bereits vor 10 Jahren nachgewiesen. Warum das alles immer und immer wieder von der Stadtverwaltung, den Stadtwerken und den Servicebetrieben ignoriert wird, ist für die Anwohner völlig unverständlich. Unverständlich ist auch, warum seitens der SBN und der Stadtwerke noch nie eine Erschütterungsmessung in unseren Häusern durchgeführt wurde. Erschütterungsmessgeräte gibt es ab 500 €.
An den Verkehrslärm (z. B. durch springende Anhänger und Ladungen) haben wir uns hier schon seit Jahrzehnten fast gewöhnt, aber die schweren Erschütterungen lassen wir uns nicht länger gefallen. Der Abwasserschacht der SBN war hier schon immer die schlimmste Stoßstelle. Nun haben die SBN auch noch unnötig einen Graben quer über die Straße gezogen, weil sie ein durch die Erschütterungen zerbrochenes Starkstromkabel im Bürgersteig nicht reparieren wollten.
Herr Reitz hat uns versprochen, im Oktober nach der jetzigen Sperrung der Hauptstraße für Abhilfe zu sorgen. Vielleicht wird dann auch das Schild „30 km / Schulweg“ wieder vor Haus Nr. 21 aufgestellt, wo es früher stand. Dieses Schild stand zunächst vor Haus 11, dann vor Haus 21 und jetzt steht es vor dem Haus Nr. 9.“
Die städtischen Mitarbeiter setzen sich in überheblicher Weise über die tatsächlichen Verhältnisse, die hier vorhanden sind, über die Beschwerden der Anwohner sowie eine von uns veranlasste Erschütterungsmessung hinweg. Hier ist nicht nur eine „minimale Unebenheit“ vorhanden. Sogar das Kriegerdenkmal in Heimbach-Weis wackelt, wenn ein Bus oder ein Lastwagen über die Abdeckung des Abwasserschachtes und den abgesackten Graben fährt, obwohl das Denkmal etwa 30 m davon entfernt steht.
Die Servicebetriebe Neuwied (SBN), die zu den Stadtwerken bzw. zur Stadtverwaltung gehören, demolierten hier also die Straße mit einem Hügel und einem abgesackten Graben und teilen dann mit, hier sei alles in bester Ordnung.
Peter Schmalenbach, Heimbach-Weis
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