Allgemeine Berichte | 04.12.2014

Medizinische Fachangestellte informierten über Aids

Immunschwächekrankheit stand am 1. Dezember im Mittelpunkt

Schulleiter Bernd Lorenz und der stellvertretende Schulleiter Alfons Plag zeigten sich beeindruckt von der Informationsveranstaltung.

Neuwied. Aus Anlass des Weltaidstages am 1. Dezember informierten medizinische Fachangestellte des ersten Ausbildungsjahres der Berufsschulklasse MFA 14b der Ludwig-Erhard-Schule Neuwied interessierte Schüler über die Immunschwächekrankheit Aids. Im Rahmen eines Stationenlernens erfuhren die Jugendlichen zunächst, dass Aids durch einen Erreger, ein Virus, ausgelöst wird. Dieses Virus heißt „Humanes Immundefekt-Virus“, kurz HIV. Das HI-Virus zerstört das Immunsystem, sodass sich der Körper immer schlechter gegen Krankheiten wehren kann. An einem weiteren Informationsstand präsentierten die medizinischen Fachangestellten aktuelles statistisches Zahlenmaterial. Jeden Tag sterben laut dem UN-Kinderhilfswerk Unicef 800 Kinder an den Folgen von Aids. Rund 40 Millionen Menschen auf der ganzen Welt tragen das Virus in sich, die meisten von ihnen leben in Ländern der Dritten Welt. In Deutschland starben 2013 nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes 416 Menschen an den Folgen von Aids, ein leichter Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren.

Die Lebenserwartung der Infizierten hat sich durch den medizinischen Fortschritt der vergangenen 20 Jahre deutlich verlängert.

In Rheinland-Pfalz leben 2400 Menschen mit HIV, bundesweit sind es schätzungsweise 70.000 Menschen. Dabei haben sich nach Angaben des Robert-Koch-Institutes etwa 42.000 Männer beim Sex mit Männern infiziert, andere durch intravenösen Drogengebrauch. Wie kann den kranken Menschen besser geholfen werden? Darüber informierte eine weitere Gruppe der Berufsschülerinnen.

Sie setzen große Hoffnung auf die Entwicklung von Medikamenten, die das HI-Virus unter Kontrolle halten und infizierten Menschen eine längere Lebenszeit ermöglichen. Eine weitere wichtige Waffe im Kampf gegen Aids sehen die medizinischen Fachangestellten in der Aufklärung: An Kondomen führe kein Weg vorbei, darüber solle Papst Franziskus nachdenken und die Sexuallehre der katholischen Kirche neu definieren und das Kondomverbot aufheben.

Schulleiter Bernd Lorenz und der stellvertretende Schulleiter Alfons Plag zeigten sich beeindruckt von der Informationsveranstaltung und bedankten sich bei den medizinischen Fachangestellten, beim Gesundheitsamt Neuwied, den beteiligten Lehrkräften und der Schulsozialarbeiterin für das große Engagement.

Schulleiter Bernd Lorenz und der stellvertretende Schulleiter Alfons Plag zeigten sich beeindruckt von der Informationsveranstaltung.

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