Lokalsport | 27.06.2014

Erfolg für Sportler des Neuwieder Schwimmvereins 1909 e.V.

Julian Krämer mit Bestzeiten

Zwölfjähriger startete in Berlin bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften

Neuwied. Die gesamte Wettkampfmannschaft des Neuwieder Schwimmvereins 1909 e.V. war in der vergangenen Woche damit beschäftigt, ihrem Teamkameraden Julian Krämer die Daumen zu drücken.

Der zwölfjährige Schwimmer des NSV 09 hatte sich für den schwimmerischen Mehrkampf der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark Berlin qualifizieren können. Dies allein bedeutete schon eine herausragende Leistung, denn nur die ersten 60 der deutschen Bestenliste auf 200 Meter Lagen eines Jahrgangs waren bei den Meisterschaften im Mehrkampf startberechtigt. Alle Sportler müssen dabei 200 Meter Lagen und 400 Meter Freistil schwimmen, hinzu kommen Strecken über 50 Meter Beinarbeit, 100 Meter und 200 Meter Gesamtlage in einer der vier Schwimmarten. Krämer startete im Brustmehrkampf.

Am ersten Tag standen die 400 Meter Freistil auf dem Programm, die, wie Bundesjugendtrainerin Beate Ludewig erklärte, die Ausdauer der jungen Schwimmer testen sollen. Mit wenigen Sekunden über seiner persönlichen Bestmarke, die sich mit Nervosität erklären ließen - sind die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften immerhin das Höchste, was ein Zwölfjähriger erreichen kann -, platzierte Krämer sich im Mittelfeld.

Die nächsten Tage bewies er Nervenstärke und konnte mit Bestzeiten überzeugen. Besonders über 100 Meter Brust, die er in 1:23,02 Minuten absolvierte, lieferte er eine hervorragende Zeit ab und wurde damit im laufenden Wettkampf Fünfter. In der deutschen Bestenliste des DSV rangiert er damit auf Platz 10 seines Jahrgangs. Auch über 200 Meter Brust und 200 Meter Lagen folgten persönliche Bestzeiten, mit denen er sich in den Top 30 der Bestenliste befindet. Seinen Brustmehrkampf beendete er mit Platz zehn im Gesamtergebnis.

„Wenn man die Bedingungen sieht, unter denen Julian im Vergleich zu anderen trainiert, muss man vor dieser erbrachten Leistung den Hut ziehen“, so seine Trainer Sahia Späth und Ralf Seuser. „Das Gros der Kinder, die sich für nationale Meisterschaften qualifizieren, trainiert an Landesstützpunkten, wo die Bedingungen um ein Vielfaches besser als in Neuwied sind. So erreichen sie fast die doppelte Trainingszeit pro Woche. Julian hat es aber mit Trainingsfleiß und Siegeswillen geschafft mitzuhalten. Wir sind sehr stolz auf ihn.“

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