Allgemeine Berichte | 04.01.2014

Kreisverwaltung bittet um Hilfe bei Zuordnung nicht erfasster Mülltonnen

Kein Chip - keine Leerung mehr

Kein Chip - keine Leerung mehr

Kreis Neuwied. Vor einiger Zeit wurden die Restmüll-, Altpapier- und Biotonnen im Landkreis Neuwied mit Identifikationschips versehen. Die grüne Tonne ist hiervon nicht betroffen. Die Chips enthalten eine Zahlen-/ Buchstabenkombination, die mit einem Lesegerät ausgelesen werden kann und dem Grundstück offiziell zugeordnet ist. Damit wird jede Tonne zweifelsfrei identifizierbar. Im vergangenen Jahr sind alle nachgemeldeten Tonnen erfasst und gechippt oder eingezogen worden. Erkennbare und gemeldete Unstimmigkeiten wurden geklärt. Damit sind die Vorbereitungen für den sogenannten Echtbetrieb abgeschlossen. Dieser startet in der Innenstadt Neuwied und allen Stadtteilen am 6. Januar. Echtbetrieb bedeutet, die gechippten Tonnen werden bei jeder Leerung automatisch identifiziert und eventuelle Unstimmigkeiten registriert. Tonnen ohne Chip werden zukünftig nicht mehr geleert. Das gilt auch für Tonnen, die abgemeldet oder als gestohlen gemeldet sind. Solche Tonnen sind zukünftig elektronisch gesperrt. Das heißt, die Schüttung am Müllfahrzeug stoppt automatisch, sobald der Chip eingelesen ist. Diesen Schüttungstopp kann auch das Abfuhrpersonal nicht außer Betrieb setzen und die Tonne bleibt ungeleert. Solche „Problemtonnen“ erhalten jetzt einen Aufkleber, damit der Benutzer noch rechtzeitig vor der nächsten Leerung Kontakt mit der Abfallberatung aufnehmen kann. Kreisweit handelt es sich um circa 3.500 Tonnen, die trotz intensiver Vor- und Nacharbeiten nicht sicher zugeordnet werden konnten. „Es geht darum, Tonnen zweifelsfrei zuzuordnen und fehlerhaft gechippte Gefäße nachzubessern. Auch überzählige Tonnen werden auf diesem Weg eingezogen. Schließlich ist es uns die Gebührengerechtigkeit ein großes Anliegen, damit im Einzelfall nicht die Gesamtheit der Gebührenzahler für Leistungen aufkommen muss, für die der Nutzer der Tonne möglicherweise nicht gezahlt hat“, erläutert Achim Hallerbach, 1. Kreisbeigeordneter und zuständiger Dezernent für Abfallwirtschaft die Aktion. „Bitte helfen Sie mit und wenden Sie sich an die Abfallberatung der Kreisverwaltung Neuwied, sollten Sie einen solchen Info-Aufkleber auf ihrer Tonne vorfinden“, appelliert Abfallberaterin Margit Grzanna. Die Kreisverwaltung bittet auch darum, den Aufkleber nicht selbst abzulösen. Dies geschieht nach Klärung der Ursache durch Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Weitere Infos: Kreisverwaltung Neuwied, Tel. (0 26 31) 80 33 08 (Abfallberatung).

Laut Aufkleber ist eine Rückmeldung bei der Kreisverwaltung Neuwied erforderlich, damit die Entleerung zukünftig sichergestellt ist.

Grüner Chip für Restmüll-, Altpapier- und Biotonnen.Fotos: privat

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