Kita-Team möchte Tipps für die Praxis geben
Kita St. Margaretha in Neuwied Heimbach-Weis bewirbt sich als Konsultationskita
aus Mayen
Neuwied. Unsere Kita St. Margaretha im Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis hat sich für die Runde 2027.2030 als Konsultationskita beim Land Rheinland-Pfalz beworben. Wir drücken dem Team, das sich für den Schwerpunkt „Übergang von der Kita in die Schule“ entschieden hat, die Daumen. Was ist eine Konsultationskita?Tipps aus der Praxis für die Praxis – das ist das Prinzip der Konsultationskitas: Eine Konsultationskita unterstützt andere Einrichtungen mit Fachvorträgen, Workshops und Hospitationen zu einem Themenschwerpunkt, um Anregungen und Hilfestellungen zu geben, wie diese Themen auch in anderen Kitas umgesetzt werden können. Kita St. Margaretha möchte zum Schwerpunkt „Übergang von der Kita in die Schule“ unterstützenDie Kitas der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz haben pädagogische Konzepte, die an den Sozialraum vor Ort anpasst sind. In unserer Kita St. Margaretha Heimbach-Weis wird teiloffen mit Funktionsräumen, altershomogenen Gruppen und den gleichen Bezugserzieher:Innen vom ersten bis zum letzten Kita-Tag gearbeitet. So werden neben einer stabilen Gruppenkonstellation auch Begegnungen mit Kindern jeder Altersgruppe, die die Kita besucht, im Alltag möglich und bieten wichtige Lernerfahrungen. Um dieses Konzept vor einigen Jahren in die Umsetzung zu bringen, war ein langer Prozess erforderlich. Unter anderem absolvierten alle pädagogischen Fachkräfte die Ausbildung zur Reggio-Pädagogin. Insgesamt 135 Kinder besuchen aktuell die Einrichtung, zu der auch ein Hort gehört. Laut Kita-Leitung Anita Hagenbeck haben sich die altershomogenen Gruppen für die Familien vor Ort und ihr Team bewährt, auch im Hinblick auf den Übergang von der Kita in die Grundschule. In der Einrichtung ziehen die Kinder in ihrer Gruppe gemeinsam mit ihren Bezugserzieherinnen, die sie ab dem ersten Tag begleiten, zum Wechsel jedes Kitas-Jahres in einen neuen Raum um. Dieser wird von den Bezugserzieherinnen thematisch passend belebt. Die aktuelle Vorschulgruppe ist darum kürzlich nach den Sommerferien in den Vorschulraum umgezogen. Für die Kinder und ihre Familien sowie für das Team habe dieses Verfahren gleich mehrere Vorteile. „Dieses System bietet sowohl für die Kinder als auch für das Team Abwechslung, da die Räume ein Mal pro Jahr umgestaltet werden. Es gibt dennoch weniger harte Übergänge während der Kita-Zeit und es entsteht ein ganz besonderes Verhältnis zwischen den Bezugserzieherinnen und den jeweiligen Eltern“, erklärt Anita Hagenbeck. Darüber hinaus habe man in der Vergangenheit festgestellt, dass gemeinsame Treffen und Ausflüge der Vorschulkinder nicht ausreichend gewesen seien, um ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl zu erzeugen. In der von Klein auf bekannten Gruppenkonstellation sei die Begleitung bei der Entwicklung der sozialen und emotionalen Selbstständigkeit im Vergleich deutlich einfacher. „Wir hoffen, dass wir Teams mit unseren Erfahrungen gute Anregungen und Hilfestellungen für ihre tägliche Arbeit geben können und würden uns sehr freuen, wenn wir vom Land Rheinland-Pfalz ausgewählt werden“, sagt die Kita-Leitung abschließend.