Allgemeine Berichte | 25.05.2014

Projektkinder der KiTa St. Margaretha Heimbach-Weis begaben sich auf eine spannende Reise

„Kunst - mal ganz anders, so etwas gab es noch nicht!“

Die Projektkinder mit ihrem Bus, den sie selbst mit Graffitis besprüht haben. privat

Heimbach-Weis. Tolle Projektarbeit in der Kita St. Margaretha: Die Berufspraktikantin Denise Collisy bringt den Kindern „Kunst“ auf eine ganz andere Art und Weise näher. Was hat es zu bedeuten, wenn ein mit Graffiti besprühter „T3-VW-Bus“ den Spielplatz der Kindertagesstätte St. Margaretha in Heimbach-Weis schmückt? Graffiti und Kinder in einem „Kunstprojekt“ hören sich im ersten Moment ein wenig „unüblich“ an. „Wo fängt Kunst an und wo hört sie letztlich auf?“

„Kunst ist Kunst“, sagen die Projektkinder. „Jeder kann ein Künstler sein und etwas erschaffen“, betonen sie immer wieder. Die Phantasie und Kreativität eines Kindes ist grenzenlos und hat in der Reggio-Pädagogik einen besonders hohen Stellenwert. Die Projektarbeit ist das „Herzstück“ der reggio-orientierten Einrichtung und kann sich in die unterschiedlichsten Richtungen entwickeln. So kam es, dass das Projekt mit der Maltechnik „Action Painting“ von dem Künstler Jackson Pollock begann und dann der Künstler Seen als Urvater des Graffitis in den Mittelpunkt rückte. Daraufhin entschlossen sich die Kinder, einen Bus zu besprühen, dieses Vorhaben ermöglichte ihnen VW-Bus Engel aus Koblenz-Metternich.

Danach besuchten die „Expertenkinder“ das Mittelrhein-Museum in Koblenz, um noch tiefer in die Kunstgeschichte einzutauchen zu können. „Der Weg ist ein offener Prozess, welcher eng an die Bedürfnisse und Lebenssituation eines Kindes ansetzt.“ „Da müssen die Erzieher ganz einfach mitwachsen“, erklärt die Berufspraktikantin. Für die Projektkinder wurde eine neue Welt voller Erfahrungen und Eindrücke erschaffen. Nichts schien unmöglich. Letztlich wurde sogar vertraglich festgelegt, dass der Bus den Kindern gehört und nicht den Erwachsenen. Und die spannende Reise mit dem Namen „Kunst“ ist noch nicht beendet. Nun planen die Kinder, einen Kunstprofessor zu besuchen und Künstler in die Einrichtung einzuladen, um noch mehr Eindrücke und Wissen über Kunst und deren Vielfalt gewinnen zu können.

Die Projektkinder mit ihrem Bus, den sie selbst mit Graffitis besprüht haben. Foto: privat

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