Allgemeine Berichte | 27.02.2013

Miteinander reden statt übereinander schimpfen

Ein ungeliebter Treff - die Situation an der Matthiaskirche wurde verbessert

Auch ein Beitrag zu mehr Verständnis: Die jungen Leute übermalten die Schmierereien an der Matthiaskirche.  Privat

Neuwied. Gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz - dies prägte die Gespräche zwischen Jugendlichen und der Pfarrgemeinde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Situation an der Matthiaskirche hat sich verbessert. Mehrfach wurde in den vergangenen Monaten über die Matthiaskirche in Neuwied und die verschiedenen Gruppen, die sich dort aufhielten, berichtet. Schüler, Punker und obdachlose Menschen haben den Platz an der Kirche und die Treppenstufen zu ihrem Treffpunkt gemacht, weil er windgeschützt ist und in der Nähe des Einkaufszentrums und der Bushaltestelle liegt. In der Bevölkerung sorgten diese Treffen und vor allem manche ihrer unschönen Begleitumstände regelmäßig für Verärgerung. Doch es hat sich was getan. Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Neuwied und der Jugendtreff „Big House“ nahmen den Kontakt zu den Jugendlichen auf. Es wurden Gespräche geführt und die Jugendlichen in ihrer Situation ernst genommen. Schließlich suchten die Jugendlichen selbst den Kontakt zu der Pfarrgemeinde. Pfarrer Thomas Darscheid lud sie zu einem klärenden Treffen ein, bei dem ein vorläufiger Kompromiss gefunden wurde. Danach dürfen sich die Jugendlichen, soweit kein Gottesdienst ist, an der Kirche aufhalten. Außerdem haben die Jugendlichen die Schmierereien an der Kirche überstrichen. Mittlerweile hat sich ein von Verständnis geprägtes Verhältnis zwischen Pfarrgemeinde und Jugendlichen entwickelt. „Dies zeigt wieder einmal, dass miteinander zu reden, der beste Weg ist“, betont Stephan Amstad vom städtischen Kinder- und Jugendbüro (KiJub). Daher wollen die Jugendlichen, die Kirchengemeinde und das KiJub auch weiterhin im Dialog bleiben.

Pressemitteilung der

Stadtverwaltung Neuwied

Auch ein Beitrag zu mehr Verständnis: Die jungen Leute übermalten die Schmierereien an der Matthiaskirche. Foto: Privat

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