Allgemeine Berichte | 20.07.2014

Die Lebenshilfe Wohnstätte in Engers wird 25 Jahre alt

Neue Wohneinheiten

Neuwied. Die Lebenshilfe Wohnstätte in Engers wird 25 Jahre alt. Nach langwierigen Planungen konnte im Jahr 1989 der Vorsitzende der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Neuwied-Andernach, Franz-Robert Herbst, das erste Wohnheim der Lebenshilfe im Kreis Neuwied eröffnen. Geplant wurde das Haus für 36 Werkstattbeschäftigte in Einzel- und Doppelzimmern. Unmittelbar nach der Eröffnung war das Haus auch mit Werkstattbeschäftigten aus den Werkstätten Engers und Koblenz voll belegt. Schon wenige Jahre später, 1995, wurde eine Außenwohngruppe in Hardert eröffnet, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und ein differenziertes Betreuungsangebot bieten zu können. Im Jahre 2005 erweiterte die Lebenshilfe ihre Wohnangebote.

Neubau mit acht Wohneinheiten

In der Robert-Stolz-Straße in Engers entstand ein Neubau mit acht Wohneinheiten im Rahmen des Angebotes „Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung“ und die Betreuungsangebote von behinderten Menschen in der eigenen Wohnung wurden ausgebaut. Durch die stärkere Pflegeabhängigkeit von den Heimbewohnern wurde die Zahl der Einzelzimmer im Wohnheim erhöht und das Angebot im Betreuten Wohnen für Menschen mit umfassender pädagogischen Begleitung ausgebaut. Der Verein kaufte im Jahr 2010 das ehemalige Pfarrhaus Liebfrauen in Neuwied-Heddesdorf und baute es behindertengerecht um. Es entstanden fünf Wohneinheiten und Beratungsbüros. Zur Verbesserung des Wohnangebotes im Wohnheim Engers entstand 2013 ein großzügiger Anbau, ohne dass die Anzahl der Heimplätze erweitert wurde. Das Wohnheim wurde in Lebenshilfe-Wohnstätte Haus Engers umbenannt und bietet Platz für 34 behinderte Menschen und einen Kurzzeitpflegeplatz. Im Haus leben Werkstattbeschäftigte und Werkstattrentner mit unterschiedlichem Betreuungs- und Pflegebedarf.

Ambulante und stationäre Wohnformen

Durch die ambulanten und stationären Wohnformen versucht der Verein, den sich wandelnden Bedürfnissen der behinderten Menschen gerecht zu werden. Dazu gehören auch Beschäftigungsangebote für die Bewohner in der Ankerhütte der Wohnstätte Engers und Arbeitsangebote in der Rhein-Mosel-Werkstatt in Koblenz und dem Integrationsbetrieb mit Zweigstellen in Weißenthurm, Simmern und Kastellaun. Die Lebenshilfe ist seit über 40 Jahren Gesellschafter der Rhein-Mosel-Werkstatt. Lebenshilfe-Vorsitzender Franz-Robert Herbst begleitet die Arbeit des Vereins und seiner Gesellschaften in der Funktion des Vorsitzenden seit 1984 und kann in diesem Jahr auf 30 Jahre Vorsitzender zurückblicken. Sein Dank gilt allen Betreuten, dem Vorstand und den Mitarbeitern für die Zusammenarbeit. Der Verein plant, Wohnangebote im Betreuten Wohnen weiter auszubauen und feiert 2015 sein 50-jähriges Bestehen.

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