GTRV Neuwied
Sommerwanderfahrt 2014 auf Inn und Donau
Neuwied. Die traditionelle Sommerwanderfahrt des GTRVN führte diesmal an Inn und Donau. Von Marktl, dem Geburtsort von Papst Benedikt XVI., ging es den Inn abwärts bis Passau. Dieser Abschnitt stellte die Ruderinnen und Ruderer vor besondere Herausforderungen. Der Inn ist durch Wehre gestaut, aber Schleusen gibt es keine, sodass vier Ruderboote mit kleinen Bootswagen vom Oberwasser ins Unterwasser getragen werden mussten. Auch die Aus- und Einstiege waren größtenteils nur im Wasser möglich. Doch mit den erfahrenen Mannschaften konnten diese Hindernisse überwunden werden. Der Lohn für die Mühe: Eine einzigartige Naturlandschaft mit vielen Vogelarten und Baumbewuchs an den Ufern. Ein besonderes Erlebnis war die Einfahrt vom Inn in die Donau mit Blick auf den Passauer Dom und die Veste Oberhaus. Auch die moorwasserhaltige Ilz wurde ca. 1 Kilometer aufwärts gerudert. Die nächsten Tage konnte die Strömung der Donau genutzt werden. In drei Etappen wurde über Obernzell, Engelhardtszell und Schlögener Schlinge bis nach Aschach gerudert. Die freundlichen Schleusenwärter schleusten die Boote in den riesigen Schleusen Jochenstein und Aschach (Hubhöhe 16 Meter) donauabwärts. Am Motoryacht-Motorclub Aschach endete eine interessante und landschaftlich reizvolle Ruderfahrt. Die Neuwieder wurden überall freundlich aufgenommen, sowohl im Hotel in Erlau bei Passau als auch in den Gaststätten, in denen die Ruderer vorzüglich bewirtet wurden.
Der ruderfreie Kulturtag war der Besichtigung von Burghausen und Passau vorbehalten. In der Altstadt von Passau wurde die Hochwassermarke von 2013 bestaunt, dem zweithöchsten Hochwasser in der Geschichte der Stadt Passau. Die Gästeführer zeigten den Ruderern die weltlängste Burganlage in Burghausen und den beeindruckenden Dom von Passaum mit der größten Domorgel - 17.974 Pfeifen - der Welt. So erfuhren die Wassersportler neben dem Rudern auf dem Wasser einiges über die Geschichte dieses Teils Deutschlands.
