Allgemeine Berichte | 20.10.2013

Alte Herren des SV Hüllenberg

Trainingseinheit der besonderen Art

Auf der 18-Loch Anlage war nicht Kraft, Ausdauer und Zweikampfstärke entscheidend, sondern Risikobereitschaft gepaart mit richtiger Taktik und Technik.privat

Hüllenberg. Die diesjährige Herbsttour der Alten Herren des SV Hüllenberg sollte wieder zu den Ursprüngen ihres Daseins führen - dem Fußballspielen. Dies allerdings nicht auf dem schönen Rasenplatz in Hüllenberg, sondern etwas abgewandelt auf der Fußballgolfanlage Gut Heiderhof bei Königswinter.

Um für solch ungewohnte Belastungen gewappnet zu sein, bedarf es natürlich auch einer entsprechenden Grundlage, für welche Wirtin Annelie im Clubhaus in gewohnt liebevoller Manier sorgte, so dass nach einem reichhaltigen Frühstück mit ordentlich Körnern (keine flüssigen) und Kohlenhydraten die Fahrt zum Happening aufgenommen werden konnte. In Vierergruppen aufgeteilt und mit zwei Bollerwagen - beladen mit elektrolydhaltiger Flüssignahrung - versehen, wurde schon nach wenigen Hindernissen auf der 18-Loch Anlage deutlich, dass an diesem Tag nicht Kraft, Ausdauer, Zweikampfstärke entscheidend sein sollte, sondern Risikobereitschaft gepaart mit richtiger Taktik und Technik. Es verwundert daher nicht, dass neben Jubelschreien auch vermehrt Wutausbrüche über die weitläufige Anlage hallten und demzufolge auch nicht die aktuell aktiven Spieler den Tagessieger stellten. Auch wenn der Truppe ein „Hole in one“ verwehrt blieb - das ein oder andere technische Highlight verblüffte doch angesichts überwiegend mangelnder Spielpraxis. Man glaubte sogar Ansätze von „Tiki Taka“ erkannt zu haben.

Die Ergebnisse waren trotz des schon vorhanden sportlichen Ehrgeizes aber auch zweitrangig, denn in erster Linie ging es um Spaß und Gaudi, die alle Teilnehmer mehr als genug hatten. Da diese Trainings-Sondereinheit zudem ohne Verletzungen abging, konnte man nach ein paar Stunden frischer Luft die Einkehr in ein Bonner Brauhaus genießen. Nachdem erst mal der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen, mit deftigem Essen wieder Kraft getankt und die Spielergebnisse ausgiebig analysiert wurden, stand auch noch eine kleine „Siegerehrung“ derer an, die an diesem Tag nicht zu den Siegern gehörten, wobei Sieger eigentlich alle waren, weil jeder auf seine Art zu Spaß und (Schaden-)Freude beitrug und man zusammen einen tollen Tag verbrachte. Als dann doch nach geraumer Zeit und einigen Bierchen zusätzlich zu dieser ungewohnten Belastung die Müdigkeit von der Beinmuskulatur auf den Rest des Körpers übergriff, wurde zum Aufbruch geblasen und Busfahrer Hermie brachte die Stars von gestern sicher auf den Berg zurück. Bleibt abzuwarten, ob der Eine oder Andere nicht doch wieder „Blut geleckt“ hat und sich mittwochs zum - dann wieder normalen - Training in Hüllenberg auf dem Sportplatz einfindet.

Erst einmal steht aber am Samstag, 9. November, noch der Jahresabschluss der Alten Herren auf dem Terminkalender, wo man sicherlich auch diesen Tag der fußballerischen Renaissance noch einmal Revue passieren lässt.

Auf der 18-Loch Anlage war nicht Kraft, Ausdauer und Zweikampfstärke entscheidend, sondern Risikobereitschaft gepaart mit richtiger Taktik und Technik.Foto: privat

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