Kirmesjahrgang 1971/72 - Heimbach-Weis
Unterwegs auf Draisinen
Die ungewöhnlichen Transportmittel gaben der Jahrgangstour besonderen Charme
Staudernheim. Kürzlich ging der Kirmesjahrgang 1971/72 wieder auf große Jahrgangstour. Dabei hatten sich die jährlich wechselnden Organisatoren wieder einiges für die Überraschungstour einfallen lassen: Nachdem die Gruppe sich in der Nähe des Sportplatzes getroffen und letzte Instruktionen erhalten hatte, bestieg sie bei nasskaltem Wetter einen Reisebus. Gut verpflegt wurde die Gruppe quer durch den Hunsrück bis in das Nordpfälzer Bergland kutschiert. Endstation war Staudernheim in der Nähe von Bad Sobernheim. Staudernheim ist der Beginn einer 40 km langen, eingleisigen Draisinenstrecke, die über eine ehemalige Bahnstrecke durch die Ortschaft Lauterecken bis nach Altenglan führt.
Bei Ankunft standen für die überraschte Gruppe bereits zwei größere Draisinen bereit, die jeweils sieben Personen aufnehmen konnten. Sowohl der landschaftliche Reiz entlang der eingleisigen Strecke als auch die Idylle des Glantals und die außergewöhnlichen und sicherlich nicht alltäglichen Gefährte ließen das dürftige Wetter nebensächlich werden. Die Gruppe hatte sehr viel Spaß und machte sich voller sportlicher Euphorie auf zur ersten Etappe, die in Meisenheim endete.
Hier mussten die beiden Gefährte dann mit Muskelkraft aus den Gleisen gehoben und geparkt werden. Ein kurzer Rundgang durch die Stadt Meisenheim bot einen Einblick in das malerische Stadtbild mit der historischen Altstadt, ihren Fachwerkhäusern, Markthalle, Rathaus und dem Untertor. Nach einer kurzen Einkehr fuhr man dann mit den Draisinen weiter bis nach Bedesbach, wo an diesem Tag der Europäische Bauernmarkt des Landkreises Kusel stattfand und die Draisinenfahrt endete. Der eine oder andere nutzte dort die Gelegenheit, um sich bei einem Rundgang über den Markt neben den über 150 Anbietern aus landwirtschaftlichen Sparten, Kunsthandwerkern, Vereinen und Verbänden auch Partner aus Finnland, Ungarn, Polen und Frankreich anzusehen. Zum Abschluss des ereignisreichen Tages kehrte die Gruppe in einem alteingesessenen Gasthof in einem Nachbardorf ein, wo sie den Abend „nach den sportlichen Strapazen“ gemütlich ausklingen ließ.
Seit dem Jahre 1992, in dem der Jahrgang Mitausrichter des örtlichen Kirmes-Brauchtums war, geht die rund 18 Personen umfassende Gruppe aus Heimbach-Weis alljährlich auf Tour, um die nähere, aber auch etwas entferntere Umgebung kennenzulernen.
Der Kirmesjahrgang neben den alles andere als alltäglichen Transportmitteln.Foto: privat
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